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FEUER, lateinisch Ignis |
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Eines der 4 Elemente im Sinne der traditionellen Elementenlehre, wird in der Alchemie auch in abweichendem Sinne als »philosophisches Feuer« beschrieben, und zwar im Gegensatz zum natürlichen oder »elementischen Feuer «; so etwa im Vorwort zum »Chymischen Lustgärtlein des Stoltzius, wo es heisst, dieses Feuer sei »in dieser gantzen Weltlichen Hausshaltung fast aller Secreten und Geheimnüssen ein rechter Speissmeister und Keller. Und ohne dasselbige hetten wir die voneinander scheydungen und zubereytungen der Metallen nimmermehr gelernet: Nimmermehr hetten wir die resolvirung aller dinge in seine drey Principia oder Anfänge verstanden, nimmermehr hatten wir der Sachen Gebährung und verwandlung erkant: Nimmermehr hetten wir den Ursprung der Kranckheiten und derselbigen mittel aussgelegt« usw. Dieses philosoph. oder »vulkanische« Feuer ist nach E Weinhandl eine »menschliche, aktiv-dynamische Verhaltensweise, die den Leib, sein Verhalten und seine Kräfte mit Bewusstsein miteinschliesst und auf diesem Weg eine sinnlich-sittlich-geistige Höherbildung und Entfaltung bewirkt«; Im körperlichen Bereich entspricht dem Element Feuer im Sinne der griechischen Medizin das »pneuma«, ein feuriger Hauch. Auch die Sperma-Substanz wird als feurigpneumatisch aufgefasst, etwa im Manichäismus. |
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