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DELRIO del Rio, Antonio Martinez, 1551-1608 |
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Berühmter spanischer Jurist, Theologe und Rhetoriker, Doktor der Universität Salamanca, 1574, ab 1580 Jesuit, der unter anderem, von 1601-03 auch in Graz tätig war. Delrio wurde besonders durch sein mehrbändiges Werk »Disquisitionum magicarum libri sex« bekannt. Neufforge nennt dieses Buch »eines der wichtigsten Quellenwerke über Dämonologie. Enthält die Erfahrungen des Autors als Hexenrichter«. In Zedlers Lexikon wird kritisch vermerkt, es wäre »voller unbegründeter Erzehlungen«. Es beschäftigt sich »mit der Zauberei als Erscheinungsform und als Verbrechen, schildert die bestehenden geistlichen und weltlichen Schutzmittel und gibt eine Anweisung über das gegen Zauberer und Hexen einzuschlagende kirchliche und staatliche Prozessverfahren. Es war dazu bestimmt, eine Grundlage der Hexenverfolgung überhaupt zu sein, es wendete sich daher auch an die Protestanten und ist auch tatsächlich von diesen nicht weniger gelesen, verwendet und als unumstössliche Autorität anerkannt worden als von den Katholiken«. Es hat geistesgeschichtlich eine ähnlich grosse Bedeutung wie die Bücher von de Lancre, Remy und der malleus maleficarum. Delrio war jedoch auch Autor andersgearteter Werke wie zum Beispiel »Syntagma Tragoediae Latinae«. |
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