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BONATTI, Bonatus Guido |
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Italienischer Astrologe, circa 1230-1300. Bonatti war Minoritenmönch, Cascia bei Florenz gebürtig und verfasste ein einst vielbeachtetes Buch mit dem Titel »Tractatus de Judiciis astrorum«, das im Druck 1491 in Venedig und Augsburg, 1530 und 1536 in Basel und dort 1572 in deutscher Übersetzung erschien. Bonatti empfahl geistlichen und weltlichen Würdenträgern das Studium der Astrologie und forderte, dass die Grundsteine der Kirchen nach astrologischen Gesichtspunkten gelegt werden müssten. Nur der Sternkundige könne nicht an der Güte Gottes verzweifeln, da er das Unglück in der Welt als von des Aspekten hervorgerufen erkennen könne. Das Wort Christi »Sind nicht des Tages 12 Stunden«, Neues Testament, sei als Hinweis auf astrologische Stundenwahl, das Wunder der göttlichen Liebe des heiligen Franz von Assisi durch einen hiefür günstigen Planetenstand zu deuten. Wegen dieser und ähnlicher Sätze versetzte Dante den Astrologen Bonatti in das Inferno, während er zum Beispiel Albertus Magnus in das Paradies stellte. C. Kiesewetter 1895/1977, erwähnt, dass der Stauferkaiser Friedrich der 11. den noch nicht Zwanzigjährigen als Hofastrologen anstellte. Dieser lehrte später in Paris und Bologna »und trat endlich in die Dienste des Grafen Guido von Montefeltro, eines in Forli residierenden Kriegsmannes«. Bonatti soll auch einen gepanzerten Reiter aus Kupfer gebaut haben, der seinem Grafen Kriegsglück weissagte. |
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