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AURUMNOSTRUM

Das heisst unser Gold, das durch Transmutation aus unedlen Metallen erzeugt wurde, gleichzeitig ein Symbol für den geläuterten Menschen. Ein oft zitiertes Motto lautet: a.n. non est aurum vulgi, das heisst unser Gold ist nicht das Gold der Menge. Damit wird einerseits auf die alchemistische Esoterik angespielt, andererseits auch auf die in manchen Schriften erwähnten Unterschiede zwischen dem mineralischen Gold und jenem, das durch Projektion entstanden sein soll. So schreibt etwa Flamel, das durch seine Kunst gewonnene Gold wäre besser als das »gewöhnliche Gold, nämlich weicher und geschmeidiger«. Arnaldus Villanovanus meint in »De Vinis«, das Gold der Alchemisten besässe nicht die geheimen Kräfte, die dem natürlichen Gold innewohnen. Das alchemistische Gold sei daher für die Heilmittelherstellung nicht geeignet; in Zedlers Lexikon, heisst es: »Das durch Kunst nemlich den Stein der Weisen zubereitete Philosophische Gold soll röther und feiner seyn, als das natürliche. Es ist aber dessen so wenig vorhanden, dass man die genugsame Probe davon schwerlich haben kann«. Lehmann, 1908, deutet derartige Äusserungen als Hinweis darauf, dass die Alchemisten »goldähnliche Metallmischungen« erzielten, die nur wenig echtes Gold enthielten. »So hat das Münzkabinett in Wien, im Kunsthistorischem Museum, noch eine Medaille von alchimistischem Gold; das spezifische Gewicht beträgt aber nur 12,6 und das des Goldes 19,3. Es ist also kein echtes Gold.
1675 wurden in Österreich Dukaten aus alchimistischen Gold geprägt. Sie hatten die Inschrift: Aus Wenzel Seylers Pulvers Macht/ bin ich von Zinn zu Gold gemacht`; sie waren grösser als gewöhnliche Dukaten, jedoch geringer an Gewicht, waren also auch nicht von reinem Gold«; ähnlich W. Siggel 1951. Diese Medaillen, nicht 1675, sondern 1677 geprägt, »bestehen nur zu 44 Prozent aus Gold, das andere ist Silber und Kupfer« Gessmann 1922 erwähnt ein »Truggold«, auch »aurum sophisticum« genannt, »ein durch Kochen von Kupfervitriollösung mit Quecksilber in einem eisernen Gefäss hergestelltes, dann abgepresstes Kupferamalgam, welches nach dem Umschmelzen eine goldgelbe Farbe besitzt und vielfach zu alchymistischen Betrügereien verwendet wurde«. Über die Schwierigkeit, mit Hilfe der Technologie des 16.Jahrhunderts Legierungen und Verunreinigungen nachzuweisen, »so dass mancher Alchimist fest daran glaubte, die Transmutation durchgeführt zu haben«,

 

 

 

 

 

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