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ASTRONOMUS |
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Steht in alten Quellen auch für Astrologus. Der Spruch in »Eigentliche Beschreibung aller Stände auff Erden« von Hans Sachs, Frankfurt 1618, lautet: »So bin ich ein Astronomus/ Erkenn zukünfftig Finsternuss/ An Sonn und Mond, durch das Gestirn/ Darauss kan ich denn practiciern/ Ob künfftig komm ein fruchtbar jar/ Oder Theuwrung und Kriegssgefahr/ Und sonst manicherley Krankheit/ Milesius des anfang geit«. Die Astronomie war die theoretische Grundlage der Prognosen, die daher »Practica« hiessen, und vor der Zeit der Aufklärung gab es kaum Astronomen, die nicht astrologisch »praktizierten«. Ein berühmtes Beispiel dafür ist etwa Kepler. Erst in der Zeit des Barock wurde deutlich zwischen Astronomie und Astrologie unterschieden: »Astrologia ist eine Kunst, nach welcher man sowol die natürlichen Würckungen des Wetters, und Hervorbringung derer Gewächse aus der Erde, als auch die Handlungen und Zufälle derer Menschen aus dem Einflusse und Zusammenfügung der Gestirne herleiten will, um sowol die Notwendigkeit der geschehenen Sachen daraus zu beweisen, als zukünftige Dinge vorher zu sehen. Man siehet aus dieser Beschreibung gar wohl, dass dieselbe mit der Astronomia nicht einerley sey. Die Astronomia gehöret unter die Mathematischen Wissenschaften... dahero man ihr die Ungewissheit und Eitelkeit, die der Astrologie eigen ist, gar nicht zuschreiben darff« aus Zedlers Lexikon. |
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