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ARBOR PHILOSOPHICA |
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Eine Kristallisationserscheinung aus einer mit Quecksilber versetzten wässrigen Silbernitrat-Lösung, die den Alchemisten als sehr bemerkenswert erschien, da die Kristalle wie Bäumchen aussehen und so einen Hinweis auf die »pflanzenhaft sprossende Natur« der Metalle zu bilden scheinen. In Wahrheit handelt es sich um Fadenkristalle, wie sie auch bei elektrolytischer Metallgewinnung gelegentlich auftreten. In Zedlers Lexikon heisst es, die Erzeugung von Arbor philosophica, auch arbor Dianae oder Silber Baum genannt, sei ein »Chemisches Kunststück, aus Silber einen Baum in einem Glass Wasser wachsen zu machen. Es heisset diese Operation billig ein Philosophischer Baum, weil solcher von den Philosophis per ignem oder Chymicis zu erst erfunden und bekannt gemacht worden«. In H. F. Teichmeyers »Institutiones Chemiae«, Jena 1729, wird diese Ausfällungserscheinung, Praecipitatio lunae per mercurium, & arbor Dianae, beschrieben: »...ita ex mixtura hac videbis excrescere in altum arbuscula diversae figurae«. Ähnlich »Bäumchen« erwähnt. E.Erd 1968, im Zusammenhang mit den Forschungen von Rudolf Glauber: »Aus Wasserglas und bunten Metallsalzen stellte er zuerst die Bildung der 'baumartig wachsenden' Metallsilikate fest. Noch heute zeigt sie der Lehrer seinen Schülern im Chemieunterricht unter der Bezeichnung „Chemischer Garten“ |
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