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ARBATEL |
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Name eines Zauberbuches aus dem 16.Jahrhundert, zuerst abgedruckt im IV. Buch der Werke des - Agrippa von Nettesheim unter dem Titel »Arbatel de magia seu pneumatica veterum«. Peuckert 1956 gibt als Entstehungszeit des Arbatel den Zeitraum von etwa 1550-60 an. Es handle sich um ein »Zauberbuch der weissen Magie«. Dennoch nennt es Wierus ein Werk, »welches durchaus voller schädlicher Zauberei und Teufelswerk steckt«. Der Arbatel soll ursprünglich 9 Teile umfasst haben, doch ist nur ein einziger, der 1., erhalten: Aphorismen, die eine Einführung in die Beschwörungsmagie darstellen. Im 36. Aphorismus etwa heisst es »wir aber verwerfen alle Teufelszauberer«. Trotzdem war das Misstrauen der Dämonologen gegen den Arbatel immer gross. Das Werk enthält weiters - Charactere der 7 Planetengeister, die später auf astrologischen Medaillen häufig auftauchten, und zwar Aratron (Saturn), Bethor (Jupiter), Phaleg (Mars), Och (Sonne), Hagith (Venus), Ophiel (Merkur) und Phul (Mond). Jedem von ihnen wird, 60 vor Christus beginnend, die Herrschaft über die Erde zugewiesen: Bethor regierte danach von 60 vor bis 430 nach Christus, dann Phaleg bis 920, dann Och bis 1410, dann Hagith bis 1900, später offenbar Ophiel, der Herrscher der »mercurialischen Ämter«. Der Arbatel stellt eine Übergangsform von den magischen Büchern der Renaissance zu den populären Zauberbüchern des 17.Jahrhunderts dar. |
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