| Yoga |
| Ein aus der indo-iranischen Religiosität erwachsener Heilsweg, dessen Ziel die Erfahrung des Selbst, des Tiefen-Ich (purusha) ist mit den Worten des Indologen Heinrich Zimmer (1890-1943), die für alle Mystik gelten: Yoga ist Aufhebung des Gewahrwerdens zugunsten des Innewerdens. In der Geschichte des Yoga entwickelten sich verschiedene Phasen und Ausformungen: die Systeme des Bhakti-Yoga (Yoga der liebenden Hingabe); des Karma-Yoga (Yoga der guten Werke), des auf Erkenntnis gerichteten Inana-Yoga; des Kundalini-Yoga und des Hatha-Yoga, den vorwiegend körperliche Übungen charakterisieren. Bestimmte paranormale Fähigkeiten von Anhängern des Yoga riefen im Westen ein breites Interesse hervor. Von Hellsehen, Levitationen, Asitie und anderen Phänomenen liegen Berichte vor. Dabei wird meist verkannt, dass diese parapsychischen Erscheinungen nicht das Ziel des Yoga sind, sondern eher Randerscheinungen oder gar Zeichen eines Abstiegs in einen vulgären Yoga. Dennoch müssen diese Phänomene selbstverständlich von der Parapsychologie im Rahmen der östlichen Psychologie und Philosophie betrachtet werden. Auffälligerweise hat gerade die indische Parapsychologie das lange versäumt und eine vorwiegend westlich orientierte, durch quantitatives Arbeiten charakterisierte Forschung betrieben. Erst in jüngerer Zeit bahnt sich hier ein Wandel an. |
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