| Vampirismus |
| 1. der Glaube an Vampire. Die Vampire betreffenden Erscheinungen 2. in weiterem Sinn der Glaube an einen paranormalen Entzug der Lebenskraft in der okkulten Medizin (Od-Vampirismus). Schon im antiken Rom brachte man Kranke und Gesunde, Alte und Junge zu therapeutischen Zwecken zusammen. Auch Galen empfahl diese Methode, und sogar das Alte Testament kann als Beleg dafür dienen (Abisag und David, 1. Kön. 1,1-4). In neuerer Zeit tauchte z. B. der Gedanke auf, Lehrer würden infolge des Umgangs mit ihren Schülern überdurchschnittlich alt. Aus der Vorstellung, die Lebenskraft habe ihren Sitz im Blut, erwuchsen Vorschriften wie das Baden in Blut zur Verjüngung: Hufeland (Makrobiotik 1796) spricht vom Lebensdunst frisch aufgeschnittener Tiere. Erinnert sei in diesem Zusammenhang auch an den wiederholt beobachteten Kräfteverlust bei Teilnehmern an Materialisationssitzungen (Erschöpfung des Mediums). Ochorowicz wies darauf hin, dass es so aussähe, als ob auf Kosten aller Anwesenden ein selbständiger dynamischer Organismus geschaffen werde. |
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