| Trithemius, Johannes |
| Benediktinerabt von umfassender Gelehrsamkeit, dem man besondere Kenntnisse der geheimen Wissenschaften nachrühmte. Unter anderem soll er für Kaiser Maximilian 1482 dessen verstorbene Frau zitiert haben. Peuckert vermutet, dass die mehrfach überlieferten Totenbeschwörungen mit optischen Tricks (camera obscura, Spiegel) vorgetäuscht worden sind. Parapsychologisch relevant dagegen scheint die Nachricht einer Quelle aus dem Jahr 1725, nach der Trithemius, sein Schüler Agrippa und ein Dritter eine gewisse Anna Sidow durch magisch Experiment derart in ihrem Bewusstsein verändert, dass sie dem kurfürstlichen Hause die darin obhandenen Sterbefälle vorher zu verkündigen fähig ward: provozierte Präkognition bei einer Hypnotisierten? Trithemius hinterliess mehrere Werke, darunter Arbeiten über Talismane und Geheimschriften (bei einigen Texten ist die Zuschreibung strittig). Seine eigentlichen Arbeitsgebiete aber waren Alchimie und natürliche Magie - noch mittelalterlich-christlich verstanden, obschon er am Beginn der Neuzeit steht. |
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