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Parapsychologie
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Traumexperimente, telepathische

Viele spontane parapsychische Phänomene ereignen sich in Träumen.

Erste gezielte Experimente dazu scheint Ermacora vorgenommen zu haben:

Er versuchte 1892-94 in 100 Einzelversuchen eine Übertragung von einem Unbewussten zum anderen, indem er einer Hypnotisierten suggerierte, sie solle bestimmte Traumbefehle an einen entfernt schlafenden 5jährigen Knaben übertragen. Die Suggestionen waren, um zufällige Übereinstimmungen auszuschliessen, so gewählt, dass sie nicht zum Alter und den Kenntnissen des Kindes passten. Die Anzahl der Treffer ist eindrucksvoll, aber die vorgenommenen Kontrollen entsprachen bei allem aufgewandten Scharfsinn nicht den heutigen Anforderungen.

1948 hat der österreichische Psychotherapeut Wilfried Daim (geboren 1923) 30 Experimente mit verschiedenfarbigen geometrischen Figuren als Reiz durchgeführt. über 3 Viertel erschienen ihm erfolgreich.

 

Beispiel:

Bericht des Agenten: Am 20.4.1948 gegen 3 Uhr morgens versuchte ich, das Bild eines roten Kreises zu übermitteln, aber es fiel mir sehr schwer, mich auf den Kreis zu konzentrieren. Immer wieder nahm er die Form einer Ellipse an. Bericht des Perzipienten: Am 20.41948 wachte ich gegen 5 Uhr morgens auf. Alles, was ich von meinem Traum noch erinnern konnte, war eine rote Sonne, aber es könnte auch ein ellipsenförmiger roter Ballon gewesen sein.

 

Neue Möglichkeiten für telepathische Traumexperimente waren gegeben, als E. Aserinsky und N. Kleitman 1953 EEG-Phasen und REM-Phasen als physiologische Indikatoren von Träumen nachwiesen. Danach konnten telepathische Induktionen gezielt angesetzt werden.

1962 führte die deutsche. Psychologin und Parapsychologin Inge Strauch (geboren 1932) entsprechende Versuche in New York durch: Sobald die physiologischen Aufzeichnungen einen Traum anzeigten, versuchte der Agent einen Bildinhalt einzublenden. Das Bild kannte der Agent vorher nicht, er entnahm es erst während des Versuchs einem verschlossenen Umschlag. Die Traumexploration nahm ein Dritter vor, der das Bild nicht kannte.

Bei 8 von 12 Versuchspersonen stellten sich gelegentlich Bezüge ein.

Dabei konnten mehrere Formen unterschieden werden:

 

  1. Das Zielbild geht realistisch als Thema in den Traum ein (Beispiel: Bild mit Schulklasse - Versuchsperson träumt von Lehrtätigkeit).

  2. Das Zielbild wird in einzelnen Fragmenten erfasst, die an verschiedenen Stellen in den Traum eingearbeitet werden

  3. Ein Element des Bildes gerät isoliert in den Traum (Beispiel: Auf dem Bild ist eine Schlittenfahrt zu sehen - im Traum tritt plötzlich eine Frau Schnee auf)

  4. Das Bild wird zensiert (z. B. scheint ein Soldat mit roter Mütze in aggressiver Haltung für die Versuchsperson zu sehr angstbesetzt gewesen zu sein: Sie träumte von einem rothaarigen Clown)

  5. Anscheinend gingen auch affektbesetzte Erlebnisse des Agenten in die Träume mit ein. Diese Elemente sind aber schwer auszuwerten.

 

 

 

 

 

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