| Todeszauber |
| Der Ethnographie aus verschiedenen Kulturen bekannte Erscheinung. Eine magische Praktik wird mit dem Ziel des Ablebens einer bestimmten Person vorgenommen, und tatsächlich stirbt diese Person manchmal bald darauf. Auch Paracelsus kannte das Phänomen: Imagination, die wider mich gebraucht wird, mag also streng gebraucht werden, dass ich durch eines anderen Imagination mag getötet werden. Neben die Imagination, d. h. die Wirkung des bösen Willens, treten oft schadenszauberische Operationen mit Gegenständen, die das Opfer repräsentieren, oft sogar von ihm stammen (abgeschnittene Nägel oder Haare z. B.). Eine einfache Erklärung sieht im Todeszauber einen autosuggestiven Effekt (vorausgesetzt das Opfer weiss von der magischen Handlung). Manche Autoren scheinen auch eine psychokinetische letale Wirkung für möglich zu halten. Daneben ist aber zu bedenken, dass der Todeszauber ein affektives Feld schafft und strukturiert. Die Ereignisse in diesem Feld sind mehr als blosse Suggestion, ausserdem könnte dieses Feld synchronistische Phänomene begünstigen. |
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