eso-shopping Partnerprogramm
 
Web sphinx-suche.de
Moviestreaming, filmdownloads etc..  Bücher
Parapsychologie
A  B  C  D  E  F  G  H  IJ  KL  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  XYZ
 

Todesahnung

Inhaltlich näher bestimmte und besonders häufige Art der Ahnung.

Paranormal gewinnt jemand Informationen, die auf den Tod eines anderen hinweisen.

Nach den in der Parapsychologie gebräuchlichen Modellvorstellungen kann die Hellsehhypothese ausgeklammert werden.

Es bleibt die Vermutung eines telepathischen Kontaktes mit den beiden extremen Möglichkeiten - Abmelden (nur der Sterbende agiert) oder Abzapfen (der Perzipient holt sich die Information). Entsprechende Fälle werden auch vom Tod eines Tieres berichtet.

Wie bei Ahnung und Vorahnung finden wir im Modus der Todesahnung optische und akustische Erfahrungen oder ein blosses emotionales Gestimmtsein, das entsprechend gedeutet wird.

 

Der Kunstmaler Wilhelm v. Kügelgen (1802-1867) schreibt am Ende seiner vielgelesenen Jugenderinnerungen eines alten Mannes (1870): ... begab ich mich frohen Herzens nach dein alten Posthaus in der Pirnaischen Gasse, wo wir unseren Konzertsaal hatten.  Eine mir ganz neue Musik, die sieben Worte von Haydn, ward probiert und mit hohem Genusse sang ich mit den andern die herrlichen Chöre. Als wir aber an die Stelle kamen:

Wenn wir mit dem Tode ringen

Und aus dem bedrängten Herzen

Heisse Seufzer zu dir dringen:

Hilf uns, Mutter aller Schmerzen!

da erfasste mich eine so schmerzliche Rührung, dass mir die Stimme versagte. Weder in den Worten noch in den Tönen konnte der Grund zu einer so tiefen Bewegung gesucht werden, doch schnitt mir beides dermassen durch die Seele, dass mir diese Stelle, obgleich ich sie seitdem nie wieder hörte, nach Text und Melodie bis heute unvergesslich geblieben ist.

Ich stellte mir wunderlicherweise den geliebten Vater als mit dem Tode ringend vor, und es war, als wäre dies Gebet zur heiligen Jungfrau aus seiner Seele aufgestiegen. Ich konnte mich nicht halten, verliess den Saal und brach im Nebenzimmer in einen Strom von Tränen aus ... Ich wusste nichts zu sagen, als dass jene Musikstelle mich so sonderbar ergriffen habe. Das konnte jener, dem dieselbe Stelle nicht den geringsten Eindruck gemacht hatte, nicht begreifen ... Aber die Trauer wollte mich nicht mehr verlassen. Der Tod stand mir in seiner Unerbittlichkeit lebendig vor der Seele. Ich sah das Ringen des Sterbenden, ich hörte seine letzten heissen Seufzer, und der Angstschrei: Hilf uns, Mutter aller Schmerzen! wich mir den ganzen Abend nicht aus den Ohren.

Als ich nach Hause kam und den Vater noch nicht vorfand, ergriff mich die lebhafteste Sorge. Ich machte mich sogleich auf ... wir brachten die Nacht in namenloser Angst hin. Am anderen Morgen in aller Frühe ... da lag mein Vater mit dem Gesicht auf nackter Erde, erschlagen und entkleidet in einer Ackerfurche.

Diese Todesahnung scheint überdies ein präkognitives Element zu enthalten. Vorher schreibt der Autor über seinen Vater: Mir aber brannte das Herz, als er mich verlassen, war er doch heute so besonders weich und gut gewesen.

Im übrigen illustriert der Fall, dass die unbewusste Information dem Erlebnis wahrscheinlich vorausging, die zufällige Musik aber als Steigrohr des Unbewussten benützte, um die Erfahrung zu konkretisieren. Typisch ist, dass das rationale Ich den Tränenstrom selbst als inadäquat erlebt.

 

 

 

 

 

Hauptseite

Studienlehrgang über Träume und Traumdeutung

Beste Bücher online einkaufen

Beste Internetadressen   Multimedia   Kunst   Zukunftsdeutung & Astrologie   Esoterik & New Age   Traumdeutung

Magie & Märchen & Mystik   Grenzwissenschaften   Hexenwesen   Dunkles im Netz   Parapsychologie & Okkultismus etc.

         Religion & Spiritualität   Alte Kulturen   UFO`s & Phänomene   Meditation, Licht, Fortleben

Heilmethoden, -therapien, Wellness   Aus-, Weiterbildung & Organisationen

Esoterisch-spirituelle Lexika   Lexikon der Parapsychologie   Lexikon der Esoterik