| Staudenmaier, Ludwig |
| Nach philosophischen und theologischen Studien wurde Staudenmaier Chemiker und bayerischer Gymnasialprofessor. Mit 36 Jahren begann er Selbstversuche in der Experimentalmagie durchzuführen: In Automatischer Schrift meldeten sich Geister, Staudenmaier hörte Stimmen, er entwickelte akustische und optische Illusionen sowie Halluzinationen. Bei den insgesamt über 20 Jahre andauernden Versuchen sollen auch PK Phänomene (Raps, Zersplitterung einer Substanz) vorgekommen sein. Die auftretenden selbständigen Intelligenzen wurden mit der Zeit zu archetypischen Personifikationen: Hoheit, Kind, ein Trickster. Die psychischen Zustandsbilder Staudenmaiers stehen nosographisch zwischen Schizophrenie und mediumistischer Psychose. |
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