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Parapsychologie
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Spontane Selbstverbrennung

In der Medizin bis zum Ende des vorigen Jahrhunderts gelegentlich behauptetes Phänomen: das ohne erkennbare Ursache erfolgende Selbstentzünden, Verbrennen eines lebenden Menschen.

 

Charles Dickens verwendete das Motiv in Bleakhaus (1852):

Etwas auf dem Boden vor dem Feuer. Auf dem Rost ist nur noch ein sehr kleines Feuer übrig, aber das ganze Zimmer erfüllt ein schwerer erstickender Dampf, und ein dunkler schmieriger Überzug bedeckt Wände und Decke. Die Stühle und der Tisch und die auf dem Tisch so selten fehlende Flasche stehen alle wie gewöhnlich da. Auf einer Stuhllehne hängt des Alten Pelzmütze und Rock.

In der Vorrede verteidigt sich der Autor gegen den Vorwurf, Unmögliches beschrieben zu haben: Man hat ... die Möglichkeit der sogenannten Selbstverbrennung geleugnet ... Man kennt ungefähr dreissig Fälle, deren berühmtesten, den mit der Gräfin Cornelio de Bandi, Cesenate Giuseppe Bianchini, ein Stiftsgeistlicher in Verona, auch sonst als Schriftsteller bekannt, genau untersucht und beschrieben hat. Er veröffentlichte darüber 1731 in Verona einen Bericht, den er später in Rom nochmals drucken liess. Alle bei diesem Fall beobachteten Erscheinungen, die sich vernünftigerweise nicht bezweifeln lassen, sind dieselben, wie sie bei Mr. Krook beschrieben sind. Der nächstberühmte Fall kam in Reims vor, sechs Jahre früher, und ihn hat Le Cat, einer der berühmtesten Chirurgen Frankreichs, beschrieben.

Das Opfer war eine Frau, deren Mann aus Unkenntnis wegen ihrer Ermordung verurteilt wurde. Aber er appellierte an eine höhere Instanz und wurde freigesprochen, da aus den Zeugenaussagen hervorging, dass sie an Selbstverbrennung gestorben war.

Der letzte bekanntgewordene Fall, allgemein zitiert als Cinder Woman (englisch; verkohlte Frau ), ereignete sich 1951: Eine Mrs. Reeser soll in St. Petersburg, Florida, am Morgen des 2. Juli den SHC(Spontaneous Human Combustion)-Tod erlitten haben. Der metallene Türknauf ihres Appartments war glühend heiss, das Zimmer voll Hitze, die Fenster waren geöffnet, eine hölzerne Vorhangstange brannte, in halber Zimmerhöhe bedeckte eine fette Russschicht die Wände. Einige Schalter und Steckdosen waren geschmolzen, ebenso ein Plastikgefäss (die daneben liegende Plastik-Zahnbürste jedoch nicht). Sonst war das Zimmer unversehrt bis auf ein Loch im Fussboden, dort wo immer der Stuhl der Bewohnerin stand. Auch der Geruch von verbranntem Fleisch fehlte. Zwischen der Asche des Stuhls fanden sich ein unversehrter Fuss, etwas verbranntes Lebergewebe, ein stark geschrumpfter Kopf.

Der Fall ist unerklärlich: Kann die zu solcher Zerstörung notwendige Temperatur von über 1600 Grad C kurzfristig auf kleinem Raum wirken, ohne dass das ganze Zimmer in Flammen steht? Und wenn ja, wo ist die Energiequelle zu suchen?

 

 

 

 

 

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