| Smith, Helene, eigentlich Catherine Elise Müller |
| Schweizerisches Medium, das in spiritistischen Zirkeln auftrat und 1894-98 von Flournoy untersucht und beobachtet wurde. Die parapsychischen Leistungen des Mediums in Trance oder in einem hemisomnambulen Zustand waren gering: unsichere, jedenfalls nur leichte PK-Phänomene traten auf, und einige ASW-Informationen mischten sich in die Automatische Produktion. Ausserordentliches aber leistete Helene Smith bei der Dramatisierung ihrer angeblichen früheren Existenzen als Hindu-Mädchen und als Marie Antoinette: In Fortsetzungen wurde jeweils ein breites Lebenspanorama entworfen. Auch Victor Hugo und Cagliostro sprachen aus ihr. Am bekanntesten wurde der Mars-Zyklus: Der verstorbene Sohn eines Mitglieds ihres spiritistischen Kreises berichtete durch sie über den Mars, seine Natur, die Bewohner und ihre Kultur. Fliessend drückte sich das Medium in Mars-Sprache und -Schrift aus. Flournoy konnte zeigen, dass dieses Martisch ein geschickt und regelhaft camoufliertes Französisch war, dessen Erfindung eigentlich nicht parasychologisch relevant ist, aber eine staunenswerte Leistung des schöpferischen Unbewussten demonstriert. |
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