| Slade, Henry |
| Amerikanischer Sensitiver, unter anderem von Zöllner in über 40 Séancen untersucht, bei gelegentlicher Hinzuziehung des deutschen Anatomen und Psychologen Ernst Heinrich Weber (1795-1878), Fechner und dem Mathematiker Wilhelm Scheibner (1826-1908). Bei Slade traten Materialisationen, Fernbewegungen, Apporte und Direkte Schrift auf. Besondere Aufmerksamkeit widmete Zöllner Versuchen mit Bindfäden und Lederstreifen, deren Enden versiegelt waren und die dennoch in der Sitzung, zum Teil mehrere, echte Knoten erhielten (Knotenexperimente). Zöllner versuchte eine Erklärung des Vorgangs mit der Hypothese einer Vierten Dimension. Auch Dessoir hielt Sitzungen mit Slade ab, war aber von einem paranormalen Effekt nicht überzeugt: ... glaube ich eher, dass mir ein Trick verborgen geblieben, als dass mir eine Wirkung geheimnisvoller Kräfte gezeigt worden ist. Sicherlich betrog Slade gelegentlich, z. B. indem er eine präparierte Tafel in die Sitzung einschmuggelte. Aber Gibier, der 1886 den an den Folgen eines Schlaganfalls leidenden Slade als Arzt behandelte und dann 33 Sitzungen mit ihm abhielt, verbürgt sich für über 100 echte Tafelschriften und zitiert als Echtheitsbeweis das Zeugnis eines Taschenspielers. |
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