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Parapsychologie
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Schrenck-Notzing, Albert Freiherr v.

Deutscher Arzt und Parapsychologe.

Als Student lernte Schrenck-Notzing den Hypnotismus und die Möglichkeiten einer Suggestionstherapie kennen.

Persönliche Begegnungen mit Du Prel, v. Hartmann und Hellenbach verstärkten die daraus resultierenden philosophischen, psychologischen und okkultistischen Fragen.

Weitere Nahrung erhielten diese Fragen bei mehreren Studienaufenthalten in Frankreich, wo er unter anderem zusammen mit Freud bei Bernheim Kenntnisse der hypnotischen Psychotherapie erwarb.

Wichtig wurde auch eine Begegnung mit Richet 1889 in Paris. Schrenck-Notzing übersetzte daraufhin parapsychologische Arbeiten Richets und setzte eigene Untersuchungen auf dem Gebiet der ASW fort. Einen ersten Bericht legte er bereits 1891 in den Proceedings der S. P. R. (Society of Psychical Research) vor.

Schrenck-Notzing war als praktischer Arzt tätig, daneben arbeitete er wissenschaftlich über die Suggestionslehre und machte sich einen Namen in der Gerichtspsychiatrie.

Immer stärker wandte sich sein Interesse dem Problem des physikalischen Mediumismus zu. Er veranstaltete Sitzungen mit den berühmtesten Medien seiner Zeit, zum Teil in seinem eigenen Münchner Laboratorium.

Die namhaftesten waren Eva C., Eglinton, Gazerra, Kluski, Tomczyk und vor allem die Brüder Schneider und die Paladino.

Die Hauptaufgabe sah Schrenck-Notzing in der Sicherung der Phänomene, ihre Deutung hielt er für sekundär.

Allerdings neigte er deutlich dem Animismus zu.

 

Bleuler beschreibt Schrenck-Notzing als einen ernsthaften Mann..., dem es nicht um Emotionen fabelhafter Erlebnisse zu tun war, sondern vor allem um die ganz realistische Festlegung der Existenz paraphysischer Erscheinungen, und zwar womöglich durch physikalische Kontrollen.

Wir waren überrascht über die Skepsis, mit der er bestrebt war, Fehlerquellen aufzudecken und auszuschliessen, und wie er seine Massregeln immer wieder gegenüber dem Medium durchzusetzen suchte, dabei aber sich immer bewusst blieb, wie sehr ein Medium sich nicht nur von einem physikalischen Apparate, sondern auch von dem lebendigen Versuchstiere des Physiologen unterscheidet.

 

 

 

 

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