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Parapsychologie
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Schneider, Rudi

Österreichisches Medium, das vor allem von Osty und Schrenck-Notzing untersucht wurde und wie sein weniger bekannt gewordener Bruder Willi in Trance psychokinetische Effekte (Objektbewegungen und Materialisationen) produzierte.

Die Kontrollbedingungen waren teilweise ausserordentlich streng (sie schlossen selbstverständlich Untersuchungen des Mediums vor der Séance ein, meist wurde ein Kleiderwechsel verlangt, und gelegentlich war das Medium während der Sitzung in einem Käfig).

Rudi Schneider und die Echtheit seiner Phänomene waren Gegenstand manch heftiger Kontroverse, aber nie wurde ihm Betrug nachgewiesen - wohl aber mit einem, vermutlich manipulierten, Foto als Indiz behauptet.

Den Vorwurf machte sich auch H. Price zu eigen, der zuvor geschrieben hatte:

Tatsache ist, dass Rudi der gnadenlosesten dreifachen Kontrolle unterworfen wurde, die man je einem Medium ... zumutete, und dass er diese harte Probe glänzend bestanden hat.

Die Echtheit der Erscheinungen, die er auf seinen Londoner Séancen zeigte, hat an die 100 Personen beeindruckt, darunter Wissenschaftler, Doktoren, Geschäftsleute, Berufsmagier, Journalisten usw.

 

1930 arbeitete Osty mit Rudi Schneider in Paris. Dabei sollte in einer Dunkelsitzung ein durch eine Infrarotschranke abgeschirmtes Taschentuch bewegt werden. Die Verletzung der Schranke löste eine Blitzlichtaufnahme aus. Tatsächlich blitzte es, aber auf dem Foto war nichts zu sehen. Osty schloss daraus, dass etwas Unsichtbares (nicht voll materialisiertes Ektoplasma) der Auslöser war.

Schneider setzt sich durch Hyperpnoe in Trance und behielt ca. 200-300 Atemzüge in der Minute während der Trance bei. Osty zeigte die entsprechende Vibration im Ektoplasma.

 

1919 begann Rudi Schneider ähnliche mediumistische Leistungen zu zeigen wie sein Bruder. 1924 soll die letzte Levitation beobachtet worden sein. Im gleichen Jahr fand die erste Sitzung mit Schrenck-Notzing statt (die letzte 11 Tage vor dessen Tod, 1929).

Die letzten positiven Experimente wurden 1935 in Wien durchgeführt.

4 Sitzungen unter Fodor 1937 ergaben keine paranormale Leistung.

Rudi Schneider litt unter dem Betrugsvorwurf, zeigte aber kein grosses Interesse an der Parapsychologie (Ihr habt's die Gaudi, und ich muss schlafen!).

Als sich die Phänomene zurückbildeten, hörte er mit den Sitzungen auf und arbeitete als Automechaniker und Fahrlehrer.

 

 

 

 

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