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antikisierend poetisch: Totengeister -
im europäischen Volksglauben, im Märchen und in der Magie hält sich der Glaube, dass der Schatten die Seele des Menschen ist (oder eine seiner Seelen). Wenn jemand seinen Schatten nicht sieht, gilt das als Zeichen des eigenen Todes (entseelt werden). Wer auf seinen Schatten tritt, fügt sich Übles zu. Wer von jemandes Schatten getroffen wird, muss damit rechnen, von ihm überwunden zu werden -
in der Analytischen Psychologie ist der Weg zu dem (oder: zu den) Schatten die erste Stufe der Individuation. Der Schatten gilt als Verkörperung aller Eigenschaften, die der Träger an sich hasst und fürchtet. Seine verdrängte linke Seite (Jung 1934). -
In der Literatur des 19. Jahrhunderts tritt der Topos des Schattens im letztgenannten Sinn schon vor Jung auf (z. B. bei May). |
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