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Parapsychologie
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Rosenkreuzer, auch Rosencreutzer

Bezeichnung für die Anhänger verschiedener esoterischer Vereinigungen im Laufe der letzten 4 Jahrhunderte, die sich, ohne historisch überzeugenden Nachweis, auf einen ursprünglichen Orden vom Rosenkreuz berufen.

Dieser erste Rosenkreuzerorden ist möglicherweise fiktiv, ebenso sein angeblicher Begründer Christian Rosencreutz, der von 1378-1484 gelebt haben soll.

Nach der Fama Fraternitatis (Geschichte der Bruderschaft), einer anonym erschienenen Schrift, an deren Abfassung Andreae beteiligt gewesen sein dürfte, reiste ein Frater Christianus Rosencreutz mit einem älteren Klosterbruder nach Jerusalem.

Von arabischen Weisen in Ägypten, Marokko und anderswo unterrichtet, werden ihm tiefe Erkenntnisse zuteil.

Wieder in Deutschland, gründet er mit 3 Gefährten die Bruderschaft des Rosencreutz.

Sie nehmen weitere 4 Genossen auf, gehen in alle Himmelsrichtungen auseinander, treffen sich aber einmal jedes Jahr in einem verborgenen Haus.

Vor seinem Tod benennt jedes Mitglied seinen Nachfolger.

 

Vielleicht soll diese Legende den Namen Rosenkreuzer erklären.

Eine andere Deutung führt ihn auf die Alchimie zurück (von lateinisch ros, Tau; und crux, Kreuz).

Den Ordensmitgliedern wurde die Fähigkeit, sich unsichtbar zu machen, nachgesagt.

Es besteht eine Verwandtschaft mit der Vorstellung von den 40 unerkannten Gerechten, die nach chassidischer Tradition den Bestand der Welt garantieren.

 

Die Roenkreutzerschriften Fama Fraternitatis (1614), Confessio Fraternitatis (1614) (Bekenntnis der Bruderschaft) und die Chymische Hochzeit (1616) greifen Gedanken christlicher Kabbala und spätmittelalterlicher Mystik auf.

Ihre Autoren traten für eine Reform von Wissenschaft und Gesellschaft ein.

Es handelt sich dabei um das Programm einer religiös orientierten Aufklärung, dem sich Denker wie Comenius verpflichtet fühlten, und dem auch Descartes zumindest zeitweilig nahegestanden haben soll.

Selbst wenn die ursprüngliche Gemeinschaft nie bestand, wirkte ihre Idee doch auf Gründungen realer Vereinigungen, nicht nur esoterischer Natur (z. B. Freimaurer), sondern z. B. auch auf die Gründung der Royal Society.

 

Die englische Historikerin Frances Yates schrieb über die Rosenkreuzer:

Das Wort führt zu bösen Assoziationen, und das ist vor allem den unkritischen Behauptungen von Okkultisten zuzuschreiben über die Existenz einer Sekte oder geheimen Gesellschaft, die sich Rosenkreuzer nennt, mit deren Geschichte und deren Mitgliedern sie in Zusammenhang zu stehen erklären.

Dagegen versucht sie, rosenkreuzerisch als eine bestimmte Art des Denkens zu verstehen und die Rosenkreuzer als eine vor allem religiöse, aber auch politische Bewegung des 17. Jahrhunderts aufzuweisen, die jedoch nicht in Form eines Ordens existiert haben muss.

 

Diese Bewegung betrachtet Yates allerdings als eine dezidiert englische:

Ich sagte, der rosenkreuzerische Denker stehe im Strom der hermetisch-kabbalistischen Tradition der Renaissance, unterscheide sich aber von den früheren Phasen dieser Bewegung, indem er noch die Alchimie in sein Interessengebiet hineinnahm.

Das änderte nichts an der grundlegenden Verbundenheit der Rosenkreuzer mit dem Schema der okkulten Philosophie, wie Cornelius Agrippa sie dargelegt hatte.

Ich wies auf John Dee als einen typischen rosenkreuzerischen Denker hin, der alchimistische und kabbalistische Interessen miteinander vereinte.

Ich erklärte des weiteren, dass Spuren dieser Weltanschauung bei Francis Bacon und sogar noch bei Isaac Newton zu entdecken seien.

Während des Ersten Weltkriegs wurde durch Harvey Spencer Lewis (1883-1939) AMORC gegründet (englisch Ancient Mystical Order of the Rosy Cross oder lateinisch Antiquus Mysticus Ordo Rosae Crucis Alter Mystischer Orden vom Rosen-Creutz), eine von theosophischem Gedankengut geprägte esoterische Vereinigung, die in ägyptischer Tradition stehen will.

In Lehrbriefen sollen die Mitglieder in die Geheimnisse von Raum und Zeit, des innerseelischen Bewusstseins eingeführt werden.

Vervollkommnung der Körperbeherrschung, Entwicklung der Willenskraft, Enthüllungen rosenkreuzerischer Alchimie und Physik spielen dabei ebenso eine Rolle wie sexualmagische Praktiken.

Die deutsche Niederlassung des AMORC ist in Baden-Baden.

 

 

 

 

 

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