| Psychofotografie |
| Auch Gedankenfotografie, das paranormale Erzeugen von Bildern oder Bildteilen mit oder ohne Kamera auf Platte oder Film. Ein Phänomen, das zum ersten Mal 1861 als Extra auf einer Aufnahme W. H. Mumlers in Boston beobachtet worden sein soll. 1896 erzielte der französische Offizier Darget Psychofotografien, indem er die Platte, in schwarzes Papier gehüllt, an die Stirn hielt: Nach dem Entwickeln zeigten sich die Bilder gedachter Objekte. In den ersten Jahren der Psychofotographie waren die Betrugsmöglichkeiten infolge der noch wenig entwickelten Technik relativ gross. Nachdem aber durch die Arbeit mit Serios das Phänomen als solches gesichert scheint, müssen rückblickend auch echte Psychofotos aus der Anfangszeit der Psychofotographie vermutet werden. Das gilt vor allem für die um 1910 vorgenommenen Arbeiten des Tokioter Professors Tomokichi Fukurai (1931): Mit seiner Frau Takahashi als Medium entwickelten sich sowohl Bilder als auch Schriftzeichen auf Fotoplatten. Die Wirkung der Psychofotographie setzt wohl direkt am Film ein. Schrenck-Notzing allerdings vertrat die Hypothese instabiler Materialisationen, die normal fotografiert werden. Die meisten Psychofotos sind Schwarz-Weiss-Aufnahmen. Allerdings wurden schon 1912 farbige Extras erzielt. |
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