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Parapsychologie
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Piper, Leonore Evelina Simonds

Bedeutendes amerikanisches Medium.

Mrs. Piper ist das wohl am meisten untersuchte ASW-Medium in der Geschichte der Parapsychologie - dennoch wurde ihr nie ein Betrug nachgewiesen.

Die Arbeiten erstreckten sich über einen Zeitraum von fast 3 Jahrzehnten und füllen in den Proceedings der S.P.R. (Society of Psychical Research) über 3000 Seiten.

Ihre wichtigsten Untersucher waren Barrett, Hodgson, Hyslop, James, Lodge, Murphy, Myers, Newbold und Sidgwick.

Selbst wenn Frau Piper das einzige Medium in der Welt wäre, so würde das genügen, um die Kryptästhesie wissenschaftlich zu begründen.

Das erste paranormale Erlebnis soll sie mit 8 Jahren gehabt haben (Abmelden einer Tante), es folgten zunächst nur wenige Erfahrungen. Mit 22 heiratete sie und mit 25 setzten massiv Trancen ein.

Bis 1911 gab Mrs. Piper Tag für Tag vermutlich telepathisch empfangene Informationen wieder.

1885 nahm William James an einer Sitzung teil und war, obwohl zunächst skeptisch, bald vom Ausserordentlichen der Leistungen überzeugt.

1887 beauftragte die S. P. R. (Society of Psychical Research) Hodgson mit der Untersuchung der Phänomene. Dieser Aufgabe widmete sich Hodgson die folgenden 19 Jahre seines Lebens.

2 Jahre lang wurde Mrs. Piper von der Trancepersönlichkeit Dr. Phinuit, einem nicht identifizierbaren französischen Arzt kontrolliert, den 1892 George Pelham ablöste, der von da ab die alleinige Kontrolle bildete.

Hodgson stellte seine Identität mit George Pelham fest, einem verstorbenen Anwalt und Schriftsteller, den er selbst noch zu Lebzeiten unter einem Pseudonym in die Sitzungen eingeführt hatte.

Auch George Pelham vermittelte, wie vorher Phinuit, Botschaften Verstorbener, vor allem schriftlich, aber auch mündlich und manchmal sogar in beiden Formen gleichzeitig.

Hodgson liess sein Medium von Detektiven überwachen, um sicherzustellen, dass sich Mrs. Piper keine Informationen beschaffen konnte, die dann als paranormale Leistung hätten ausgegeben werden können.

Er selbst hielt später die These der Telepathie für widerlegt und bekannte sich zur spiritistischen Erklärung. Wahrscheinlich unter dem persönlichen Eindruck, dass ein Mädchen, das er vor Jahren in Australien hatte heiraten wollen und von dem er 15 Jahre lang nichts mehr gehört hatte, ihm in Boston durch Mrs. Piper ihren Tod mitteilte. Hodgson verifizierte diesen Fall.

Alles in allem produzierte Mrs. Piper mit Hilfe mehrerer Kontrollen unzählige detailreiche Aussagen über Hunderte von Zielpersonen.

Im Regelfall scheint es sich um Anwesenheitstelepathie gehandelt zu haben.

In Hypnose konnte Mrs. Piper keine paranormalen Erfahrungen wiedergeben, sondern nur in Trance, in die sie spontan verfiel. Hinterher hatte sie keine Erinnerung an das Vorgefallene.

PK-Phänomene traten bei Mrs. Piper nicht auf, sieht man von einer nicht näher untersuchten Fähigkeit ab, die ihr zugeschrieben wurde: Blumen den Duft zu nehmen und sie rascher welken zu lassen.

 

 

 

 

 

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