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Parapsychologie
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Paracelsus, eigentlich Theophrastus Bombastus von Hohenheim

Nannte sich Paracelsus in Erinnerung an Celsus, einen römischen Arzt des 1. Jahrhunderts - möglicherweise ist Paracelsus aber auch die Gräko-Latinisierung von Hohenheim (1493/94-1541)

Arzt und Philosoph, Vertreter der Makrokosmos-Mikrokosmos-Lehre.

Der Mikrokosmos Mensch wird als Entsprechung des Universums, des Makrokosmos gesehen. Damit wird die Medizin als die Wissenschaft vom Menschen zur Wissenschaft schlechthin.

Als einer der ersten beschäftigte sich Paracelsus mit sozialmedizinischen Problemen und richtete sein Interesse mehr auf Entstehung und Ursache einer Krankheit als auf blosse Symptombehandlung.

In seine Überlegungen bezog er die Volksmedizin als wichtige Erkenntnisquelle mit ein.

Zur Verbreitung seiner Lehren trug wesentlich bei, dass er zum Entsetzen seiner gelehrten Kollegen neben lateinischen auch deutsche Vorlesungen (z. B. an der Universität Basel) hielt.

Paracelsus war ein ausserordentlich fruchtbarer Schriftsteller. Zahlreiche Traktate sind überliefert.

An verstreuten Stellen, aber auch in eigenständigen Schriften, beschäftigt er sich mit parapsychologisch interessanten Daten.

Er beschreibt ASW, kennt Raps als Sterbebettphänomen, führt das Umgehen auf Tote zurück, die in starkem Affekt starben (was da umgeht, ist der siderische Teil des Leibs, der aus den Elementen Luft und Feuer besteht, begraben wurde der elementische Teil, der von Erde und Wasser stammt, also spukt nicht die Seele, sondern etwas vergänglich Irdisches).

Parapsychologisch besonders aufschlussreich ist sein Hauptwerk, die nicht vollständig erhaltene Astronomia Magna oder Die ganze Philosophia sagax der grossen und kleinen Welt (vermutlich 1536 begonnen; astronomia bezieht sich auf die Einflüsse der oberen Welt, sagax (lateinisch; scharfsinnig), meint bei Paracelsus den Adepten).

Paracelsus entwirft darin eine esoterische theosophische Kosmographie, in der hierarchisch geordnet Belebtes und Unbelebtes seinen Platz einnimmt, in der der Mikrokosmos in den Makrokosmos eingebettet ist.

Der Samen im Menschen liegt umsonst, so die äussere Konfluenz nicht mitwirkt. Denn obschon ein Korn in einem Acker liegt und ist wohl gedüngt, wirkt das Gestirn und Element nicht, so stirbt es und bringt keine Frucht, denn eins ohne das andere mag nicht sein. Also auch mit dem Menschen. Denn also ist je eins in das andere gehängt und zusammengebunden.

Kräfte von oben wirken nach unten: Die Kräfte des Firmaments wirken unmittelbar psychisch und physisch auf den Menschen, formen seinen Charakter, zwingen ihn zu Handlungen, setzen Zeichen.

Auf der anderen Seite aber hat der Mensch den göttlichen Auftrag zu erkennen, d. h., bestimmte Künste (scientiae) zu üben, firmamentische Kräfte aufzunehmen, um sie zu realisieren. Dazu zählen z. B. die Signaturen, die nichts sind ohne den erkennenden Akt, und dazu zählt die Magie, ein gottgewolltes natürliches Erkenntnismittel.

 

Als erster beschrieb Paracelsus ausführlich die Suggestion (Imagination).

Für ihn ist sie ein geistiges Bild, das zu seiner Realisierung das Ja des Menschen braucht.

Soweit deckt sich die Ansicht des Paracelsus mit der vieler heutiger Gelehrten.

Suggestion muss angenommen werden, nur dann wirkt sie, und zwar autosuggestiv.

 

Parapsychologisch interessant ist jedoch Paracelsus Ansicht, die weiter reicht:

Das Akzeptieren der geistigen Bilder (imagines) ist ein seelischer Vorgang, die Bilder müssen aber noch auf einem materiellen Grund ausgeführt werden. Dieser materielle Grund kann der Leib eines anderen sein, der Fötus in der Schwangeren beim Versehen z. B. oder eine entfernte Person.

 

 

 

 

 

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