| Mandala, Kreis |
| Meditationsbild in tibetischen und indischen Religionen. Häufig bildet ein vierfach akzentuierter Kreis die Grundstruktur. Die Analytische Psychologie sieht das Mandala als archetypisches Bild, als Symbol des Selbst. Zeichnet in der Jungschen Therapie der Patient spontan Mandalas, so deutet sie der Therapeut als inneres Bild, als Versuch, einen bestimmten Gedanken zu artikulieren (entsprechendes gilt für Mandalas in Träumen). Jung spricht vom Mandala als einem realen Spiegelbild einer Bewusstseinseinstellung .... über dessen innerste und letzte Struktur wir nichts wissen. Mandalas treten in der Magie auf (Zauberkreise). Das gezeichnete Horoskop kann als Mandala betrachtet werden. Mnemotechnische Systeme beruhen oft auf Mandalas. Manche Wahrsagebretter (z. B. im lfa-Orakel) und Oui-ja-Boards können als Mandalas aufgefasst werden. Daraus kann die Parapsychologie vorläufig nur den Schluss ziehen, dass das Mandala ein Hilfsmittel ist, das manche psychische und parapsychische Prozesse erleichtert. Meyrink schildert erfolgreiche Versuche, mittels zweier tibetischer Mandalas verlorene Gegenstände wiederzuerlangen |
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