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Parapsychologie
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Mana

Ein melanesisches, ursprünglich wahrscheinlich polynesisches Wort, das der englische Missionar R. H. Codrington gegen Ende des 19. Jahrhunderts von den Salomonen-Inseln nach Europa brachte.

Ihm zufolge ist Mana unabhängig von der physischen Stärke.

Es wirkt Krankheit und Heilung, regelt Wetter und Regen, lässt die Zukunft erkennen, erweist Schuld oder Unschuld eines Angeklagten. Gift und Beschwörung werden durch Mana wirksam.

Mana wurde zum religionswissenschaftlichen Fachbegriff und bezeichnet Macht in dem spezifischen Sinn von numinoser Kraft.

Mana kann an bestimmte heilige Personen gebunden sein und auch vererbt werden. Es kann aber auch von Tieren oder von (nach unseren Vorstellungen toten) Objekten ausgehen.

Ereignisse können ebenfalls Mana setzen. Es kann gewonnen und verloren werden.

Dem Mana verwandte Vorstellungen finden sich bei den verschiedensten Kulturen: megbe heisst Vergleichbares bei afrikanischen Pygmäen, elima bei den Nikundo, hasina auf Madagaskar, wakan oder wakonda bei den Sioux, oki bei den Huronen, orenda bei den Irokesen usw.

Für den europäischen Bereich belegt neben anderen Erscheinungen der Königssegen den Managlauben.

Im Einzelfall ist zu prüfen, ob Mana selbständige Kraft oder abhängig von einem höheren Wesen ist:

Bemerkenswerterweise begleitet der französische König das Handauflegen beim Königssegen mit dem Satz: Le Roy te touche et Dieu te guérit! (Der König berührt dich und Gott heilt dich).

Es bestehen phänomenale Berührungen zwischen Manavorstellungen und den Hypothesen einer psychischen Kraft oder Energie, wie sie in der Parapsychologie und ihrem Umfeld begegnen.

In der Analytischen Psychologie bezeichnet Mana die spezifische Kraft eines psychischen Teilbereichs. Sie kann die Konstellation, d. h. die Aktivierung, das Heraustreten des ihr zugehörenden Archetyps bewirken, der damit seine Herrschaft über die Psyche antritt.

Mana-Persönlichkeit bezeichnet bei C.G. Jung den Archetypus eines Leitbildes. Die unbewusste Identifikation einer Person mit einer grossen Persönlichkeit (z.B. Beethoven, Jesus, Napoleon usw.) - vielleicht wird hiermit eine Möglichkeit geboten, subjektiv erlebte Wiederverkörperung zu verstehen.

Es erscheint auch sinnvoll, Trancepersönlichkeiten auf ihren möglichen Charakter als Mana-Persönlichkeit zu prüfen.

 

 

 

 

 

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