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Parapsychologie
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Levitation, Leichtigkeit

Von Mystikern und Medien (oder Gegenständen in ihrer näheren Umgebung) behauptetes Phänomen:

Das physikalisch unerklärliche freie Schweben einer Person oder eines Objekts.

Manche Autoren nennen auch eine blosse Gewichtsverminderung Levitation (Semi-Levitation). Viele nur das Emporgehobenwerden von Personen.

Das Phänomen ist vielfach bei Heiligen verschiedener Religionen bezeugt.

Görres erwähnt in seiner Mystik allein 72 Fälle aus dem christlichen Bereich.

Unter anderem levitierten die heilige Agnes, Anna Katharina Emmerich, Franz von Assisi, Joseph von Copertino (etwa 7omal!), der heilige Peter von Alcantara (oft stundenlang), die heilige Theresia und - nach dem gewichtigen Zeugnis von Giordano Bruno (1548-1600) - Thomas von Aquin.

 

Die katholische Kirche wertet allerdings die Levitation nicht als Wunder - sie kann ein Zeichen göttlicher Gnade sein, aber auch Ausdruck dämonischer Besessenheit.

 

Aus neuerer Zeit wird die Levitation unter anderem von den Medien Home, Paladino und Slade behauptet.

Bei Slade im Schlaf, bei Home - wie auch bei manchen Heiligen - manchmal von Leuchtphänomenen begleitet.

 

Zahlreiche Belege bietet die Ethnographie, z. B. gilt die Levitation auch als schamanistisches Phänomen.

 

1975 wurde der Film des Münchner Produzenten Rolf Olsen Reise ins Jenseits uraufgeführt, der unter anderem eine Minuten währende Levitation, in Obervolta (Westafrika) aufgenommen, zeigt.

 

Der psychologischen Interpretation zugänglich ist sowohl die objektive (falls es sie geben sollte) als auch die subjektive Levitation. Zur subjektiven zählen vor allem Flugträume und Hexenfahrten.

Schon Seuse schildert eine mystische Erfahrung mit den Worten es war ihm, als ob er in der Luft schwebte.

 

Erklärungshypothesen für die Levitation gibt es bisher nur wenige:

Crawford glaubte, dass der Levitierte auf verhärteten und unsichtbaren Ektoplasmafäden ruht.

 

Andere Autoren sehen eine Verbindung zwischen Atemübungen und Levitation:

So glaubte David-Neel, dass die tibetanischen Tranceläufer (Lung-gom-pa) den Gewichtsverlust bestimmten Atemübungen verdanken, und auch bei ausserordentlichen Leistungen europäischer Tänzer könnten Atemtechniken eine Rolle spielen.

 

Jedenfalls behaupten manche Autoren auch von dem russischen Tänzer Waclaw Nijinski (1890 bis 1950), dass er manchmal im Tanz levitierte.

 

Eine weitere Erklärungsmöglichkeit kann in der Biogravitation gesehen werden.

 

 

 

 

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