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Parapsychologie
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Lavater, Johann Kaspar

Schweizerischer Pfarrer und Schriftsteller, der sich als philosophisch-theologischer Autor bemühte, die noch weitgehend unerklärten Phänomene der Trance, der Besessenheit und des animalischen Magnetismus in ein Bild vom Menschen einzubringen.

1772 erschien Von der Physiognomik. Die Gedanken dieser Schrift entfaltete er in seinem Hauptwerk Physiognomische Fragmente zur Beförderung der Menschenkenntnis und der Menschenliebe (1775 bis 1778).

Physiognomische Theorien zählen zu den frühesten psychologischen Thesen. Schon Aristoteles wird eine Physiognomika zugeschrieben, und Lavater greift auch auf ältere Autoren, z. B. della Porta, zurück.

Dennoch ist sein Ansatz in gewissem Sinne neu: der gross angelegte Versuch der Begründung einer ausdruckspsychologischen Disziplin.

Viele Grosse seiner Zeit bekannten sich zu Lavaters Lehre, so Herder und Goethe, der an einzelnen Kapiteln der Fragmente selbst mitarbeitete.

Der Hauptmangel der Arbeit ist wohl darin zu sehen, dass Charakter und (physiognomischer) Ausdruck völlig statisch aufeinander bezogen, d. h. als voneinander abhängig gesehen werden.

  

 

 

 

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