| Kotter, Christopher |
| Protestantischer Visionär des 17. Jahrhunderts, dessen Visionen wie die der Ponitovia die politischen Kämpfe in Böhmen beeinflussten. Die Zeitgenossen hielten die Visionen für präkognitiv - rückblickend ist ein Urteil darüber schwierig. Kotters Berufungsvision aber ist für die Parapsychologie interessant, da sie, wenn auch von ihm völlig anders gedeutet, eine gewisse Ähnlichkeit mit Elfen-Visionen aufweist, wie sie vor allem aus Grossbritannien und Irland im 19. und 20. Jahrhundert berichtet werden. Kotter geht am 27.9.1620 zu Fuss nach Sagan. Dabei kommt er von Sinnen: Er findet sich auf einer grünen Wiese, Sterne funkeln, Sonne und Mond strahlen gleichzeitig. Auf der Wiese tanzen und singen Knaben, Kotter hört liebliche Musik und ist von dem Anblick ganz bezaubert. Als er wieder zu sich kommt, steht neben ihm ein Engel in menschlicher Gestalt, der ihm das Erlebte als von Gott geschickt deutet. Kotter unterscheidet also zwischen der Vision und der Erscheinung nach seinem Bewusstseinszustand. Am Ende der Vision findet sich Kotter in der Nähe von Sprottau und merkt, dass er einen ganzen Tag und zwei Nächte dem himmlischen Schauspiel zugesehen hat. |
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