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Parapsychologie
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Hypnose

Hetero- oder autosuggestiv bewirkte Ausschaltung des normalen Wachbewusstseins.

Das Bewusstsein wird eingeengt, teils herabgesetzt, teils sensibilisiert. Die Hypnose ist durch erhöhte Suggestibilität gekennzeichnet. Sinnestäuschungen und motorische Blockaden können auftreten. Entsprechend der Tiefe der Hypnose unterscheidet man verschiedene Stadien.

 

Die Hypnose wird in der medizinischen Therapie angewandt:

In der Psychotherapie und statt Narkose bei chirurgischen Eingriffen (erstmals in neuerer Zeit 1845 durch den englischen Arzt Esdaile).

Die physiologischen Grundlagen der Hypnose sind trotz zahlreicher Untersuchungen nach wie vor ungeklärt.

Charcot sah in der Hypnose eine artifizielle Hysterie.

 

Tiefenpsychologisch gesehen erscheint die Hypnose als Reaktualisation einer frühen Erfahrungsstufe:

Der Hypnotisierte sieht im Hypnotiseur eine Elternfigur, der er kindlich vertrauensvoll begegnet, d. h. er ist suggestibel.

Das Individualitätsgefühl wird gemindert, der Hypnotisierte regrediert auf eine infantile Stufe und versucht, sich mit der Elternfigur zu identifizieren: Das Ergebnis ist der hypnotische Rapport.

In diesem Zusammenhang ist die Hypothese wichtig, ASW sei in der Eltern-Kind-Beziehung häufiger als bei der Kommunikation zwischen Erwachsenen.

 

In seltenen Fällen scheinen in Hypnose spontan ASW-Informationen zutage zu treten. Systematische Untersuchungen, in jüngster Zeit vor allem durch Ryzl, haben gezeigt, dass in Hypnose ASW trainiert werden kann, auch bei Versuchspersonen, die noch nie paranormale Erfahrungen hatten.

Allerdings steht eine Bestätigung der RyzIschen Versuche durch andere Experimentatoren noch aus. Unter den älteren Forschern dieser Richtung ist Ochorowicz zu nennen.

 

Die Beziehungen zwischen Hypnose und Parapsychologie gehen bis in die Zeit des animalischen Magnetismus zurück. Letzterer ist ein Vorläufer der Hypnose mit durchaus okkultem Charakter.

In der Weiterentwicklung über Braid (der 1843 das Wort Hypnose prägte) bis ins 20. Jahrhundert wurde die Hypnose ein reines Suggestivverfahren und damit aus der Parapsychologie ausgegrenzt.

Richet hatte an diesem Prozess mit einer frühen Arbeit (1875) entscheidenden Anteil.

Der Hypnotismus interessiert die Parapsychologie nur durch die Steigerung der Kryptästhesie. Dieser Meinung wird neuerdings von einigen Forschern widersprochen.

 

Nach der derzeit vorherrschenden Ansicht aktualisiert die Hypnose im Individuum vorhandene Vermögen (Suggestibilität) - nach Ansicht der Magnetiseure werden in der Hypnose der Versuchsperson Kräfte von aussen zugeführt. Moser fragt, ob hier nicht ein qualitativer Unterschied besteht: Reine Suggestionshypnose wäre parapsychologisch tatsächlich nur von geringem Interesse.

Vielleicht aber enthält die Hypnose einen okkulten Rest des animalischen Magnetismus, den die Parapsychologie ans Licht bringen könnte.

Für einen solchen Rest spricht auch, dass offensichtlich die Person des Hypnotiseurs und nicht die erlernte Technik einen Einfluss auf den Hypnotisierten ausübt, der über die gegebenen Suggestionen hinausgeht (z. B. der therapeutische Effekt der Passes mancher Hypnotiseure).

Vielleicht darf hier an eine mentalsuggestive Überlagerung der Verbalsuggestion gedacht werden.

 

 

 

 

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