| Graphologie |
| Ausdruckspsychologische Disziplin, die charakterologische Aussagen aufgrund der Handschrift gewinnt. Man setzt voraus, dass das Wesen des Schreibers in der Schrift, zumindest teilweise, zum Ausdruck kommt. Bereits Goethe, Lavater und andere äusserten sich zur Schriftdeutung. Eine wissenschaftliche Graphologie entwickelte sich in der 2. Hälfte des vorigen Jahrhunderts. Als ihr Begründer gilt der französische Abbé Jean Hippolyte Michon (1806-81), als bedeutendster deutscher Vertreter Klages. Die Graphologie ist ein psychodiagnostisches Hilfsmittel, keine okkulte Wissenschaft oder ein Forschungsgegenstand der Parapsychologie. Anders steht es da, wo die Handschrift zum Psychischen Induktor wird und ein Sensitiver aufgrund einer Schriftprobe charakterologische, allgemeine oder gar präkognitive Aussagen über den Schreiber macht. Man spricht dann nicht länger von Graphologie, sondern von Graphomantik oder Meta-Graphologie. Manche sehen allerdings in einer gewissen intuitiven Graphologie einen Übergang zwischen Graphologie und Meta-Graphologie. |
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