| Gespenst |
| Aus der Bedeutung lockendes (teuflisches) Trugbild entwickelte sich die heutige Bezeichnung des Volksglaubens für die Ursache eines Spukphänomens. Dabei kann das Gespenst angeblich in Person gesehen werden, oder man hört und sieht nur die Folgen seiner Handlungen. Meist ist ein Gespenst schemenhaft und unpersönlich, seltener wird es mit einem konkreten Verstorbenen identifiziert. Der oft betonte Zug der Gesichtslosigkeit eines Gespenstes verweist auf Vorstellungen des Unerlöstseins des Betreffenden. Die Parapsychologie sieht in Gespenstergeschichten Hinweise auf paranormale psychokinetische Manifestationen. Manche esoterische Kreise aber knüpfen an den im Volksglauben nicht mehr sehr lebendigen Gespensterglauben an: Der Ausdruck Gespenster sollte reinen Spukphänomenen vorbehalten bleiben, d. h. erdgebundenen Jenseitigen, deren metaphysische Unstimmigkeit - denn der normale Jenseitige ist eben nicht erdgebunden und zu Spukphänomenen gezwungen - von irdisch lebenden Menschen als unheimlich und furchterregend empfunden wird. |
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