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Parapsychologie
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Gehirn

Der Teil des Zentralnervensystems bei Mensch und Tier, der im Schädel liegt.

Schaltstelle für die über die Nervenbahnen laufenden psychischen und sinnlichen Eindrücke.

Einer Theorie zufolge ist das Gehirn der Speicher des Gedächtnisses, und man versuchte und versucht, durch sukzessive Lähmung bestimmter Regionen die verschiedenen Zentren zu lokalisieren.

Gelänge die Verifizierung dieser Theorie, so wäre das von grosser Bedeutung für eine Telepathie-Hypothese: Man könnte sich z. B. vorstellen, dass die aufgrund der Speicherung spezifisch veränderten Hirnareale ein Bild dieser Veränderung durch Strahlung einem anderen Gehirn mitteilen könnten. Dieses andere Gehirn müsste dann der Rückübersetzung fähig sein, damit es fremde Gehirninhalte erfahren kann.

Entsprechende Theorien von Gehirnstrahlen oder -wellen sind in der Parapsychologie zahlreich, ihrer Wahrscheinlichkeit stehen jedoch massive Gründe entgegen.

Bergson wies schon 1913 darauf hin, dass, falls Lähmung Erinnerung verhindert, dies kein Hinweis auf eine lokalisierbare Speicherung sein muss, da seiner Ansicht nach nicht die gespeicherte Erinnerung zerstört wird, sondern der Mechanismus der Heraufholung.

Wir müssen an dieser Stelle gestehen, dass keine Untersuchung der Hirntätigkeit ein Licht auf die besonderen Verhaltensformen geworfen hat, die unter den verschiedensten Bezeichnungen als Zweites Gesicht, Hellsehen, Telepathie, übersinnliche (korrekter: aussersinnliche) Wahrnehmung und Psychokinese bekannt sind.

Bei der Suche nach einer materiellen Basis für das sonst unberechenbare Verhalten ist oft angenommen worden, dass die elektrische Hirntätigkeit derjenige Mechanismus sei, durch den von Hirn zu Hirn Informationen übermittelt werden können, und dass die elektrische Sensitivität des Gehirns ein Mittel der Kommunikation mit einem gewissen alles durchdringenden Einfluss sein könne.

Ganz abgesehen von jedem philosophischen Einwand gegen ein solches Argument bieten uns die wirkliche Skala und die Eigenschaften der elektrischen Hirnmechanismen keine Stütze dafür ... jedes wie auch immer sich fortpflanzende Signal wird in seinem Verlauf abgeschwächt, bis sein Umfang unter den Rauschpegel und unter die Interferenz seiner Umgebung fällt. Jenseits dieses Punktes kann es niemals wiedergefunden werden, wie gross auch das Auflösungsvermögen und die Selektivität des Empfängers sein mag.

Wenn wir die grössten Hirnwellen als gelegentliche Radiosignale auffassen, können wir uns ausrechnen, dass sie wenige Millimeter von der Kopfoberfläche entfernt unter den Rauschpegel fallen würden.

 

 

 

 

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