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Parapsychologie
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Fluidum

Im allgemeinen Sprachgebrauch ein nur schwer definierbarer Gesamteindruck, den ein Mensch oder ein Objekt macht, eine bestimmte Atmosphäre, die jemanden oder etwas umgibt.

In Naturphilosophie, Okkultismus und Parapsychologie wurde häufig ein Fluidum postuliert, das vom Menschen abstrahlt oder in das die Menschen eingehüllt sind und das Informationstransport (ASW) oder psychokinetische Wirkungen erklären sollte.

 

Älter ist die Vorstellung eines allgemeinen Fluidums, z. B. bei Mesmer, der hier in der Tradition der Renaissance schreibt:

Es besteht ein gegenseitiger Einfluss zwischen den Himmelskörpern, der Erde und den beseelten Körpern.

Der Träger dieses Einflusses ist ein überall verbreitetes Fluidum, das sich überallhin derart fortsetzt, dass es nirgends ein Vakuum gestattet, ein Fluidum, dessen Feinheit keinen Vergleich mit etwas anderem zulässt, das seiner Natur nach fähig ist, alle Bewegungseindrücke aufzunehmen, fortzupflanzen und zu vermitteln.

Aus dem allgemeinen Fluidum wurde, so Mesmer, ein individuelles Fluidum.

Von dieser Vorstellung ausgehend, entwickelten einige Forscher verschiedene energetische Theorien: die klassischen Theorien eines feinstofflichen, halbstofflichen usw. Fluidums führten zur Konstruktion zahlreicher Apparate, die sich mit Amadou in Fluidographen und Fluidometer einteilen lassen, also solche, die das Fluidum nachweisen, aufzeichnen und solche, die Messungen vornehmen.

Aber die Existenz eines Fluidums war schon zu Mesmers Zeiten umstritten: Barbarin vertrat bereits 1785 in Lyon die Ansicht, Wille und Glaube genügten zur Erklärung der magnetischen Erscheinungen.

In unserem Jahrhundert hielt man dann die Hypothese für endgültig überwunden (Pascal 1936), die Vorstellung vom Bioplasma scheint sie aber teilweise zu rehabilitieren.

Tenhaeff (1957), von der Existenz eines Fluidums keineswegs überzeugt, aber ebensowenig von seiner Nicht-Existenz, gliedert die Forschungsansätze im wesentlichen wie folgt:

 

1.     subjektive Methoden: Reichenbach, Aura-Seher

2.     chemische: Effluviographie

3.     physikalisch-naturwissenschaftlich: Kotiks psychophysische Energie, die Versuche Cazzamallis, das Magnetometer des Abbé Fortin, organische Elektrizität, Teleplasma

4.     physiologische: magnetisierte Pflanzen, magnetisiertes Wasser, Mumifizierung, die Untersuchungen von Alrutz, Forschungen zur Asitie und zu paranormalen Heilungen.

 

 

 

 

 

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