| Emanation |
| In der antiken Religionsphilosophie, im Gnostizismus und Neuplatonismus die Lehre, dass die Schöpfung Ausfluss der Gottheit sei, hervorgegangen aus einer göttlichen Substanz. Im Okkultismus und in der Parapsychologie hypothetische, allem Lebendigen - und nach manchen Autoren vielleicht der Materie überhaupt - innewohnende feinstoffliche Substanz (Fluidum, Nervengeist, Nervenäther, psychische Energie, Od usw.), die mittels bestimmter Techniken, z. B. Magnetisieren aktiviert werden kann, Träger psychischer Kräfte ist und daher verschiedene Wirkungen auszulösen vermag. Am häufigsten werden als Effekte Heilungen, Erkrankungen und Objektbewegungen (ohne erkennbare Berührung) genannt. Einer Theorie zufolge prägen Emanationen das psychometrische Objekt. Dem Sensitiven soll es möglich sein, ihren Ursprung zu erkennen. Richet sprach deshalb von einer pragmatischen Emanation als Erklärung der Psychometrie. 1925 berichtete der Züricher Elektroingenieur E. K. Müller erstmals über den Nachweis einer menschlichen Emanation mit Hilfe eines von ihm konstruierten Elektro-Emanoskops. Seine Ergebnisse, von Jung und Moser aufgegriffen, werden auch heute noch unterschiedlich gedeutet: als normaler physiologischer Effekt der Hautoberfläche oder als Grundlage paraphysischer Vorgänge. |
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