| Duguid, David |
| Schottisches Berufsmedium, dessen Vielseitigkeit besonders auffiel. Raps, physikalisch unerklärliche Bewegungen, sich selbst aufziehende schwebende Spieluhren, Direkte Stimme, Direkte Schrift, Direkte Bilder, Levitation des Mediums, Feuerunempfindlichkeit, Entfesselungen, Lichterscheinungen, Psychofotografie, Berührungen der Sitzungsteilnehmer, unerklärliche Gerüche und Xenoglossie sollen sich bei Sitzungen mit Duguid ereignet haben. Durch Automatisches Malen entstand unter anderem eine Kopie des Wasserfalls von Jakob von Ruisdael (1628/29 bis 1682). Abweichungen vom Original erklärte die Kontrolle Ruisdael als spätere Zusätze von fremder Hand, d. h., das durch Automatisches Malen entstandene Bild soll das authentischere sein. Tatsächlich stellte man fest, dass Ruisdaels Gemälde später von einem anderen Maler ergänzt worden war. Vielleicht liegt hier eine paranormale Information vor. Ausserdem schuf Duguid historische Romane durch Automatisches Sprechen. Die Zuhörer schrieben seine Äusserungen auf. Die Illustrationen, angeblich als Direkte Bilder erschienen, erwiesen sich teilweise als identisch mit Vorlagen aus Cassel's Family Bible. Das war für Spiritisten, die glaubten, Geister hätten historisch korrekte Bilder geliefert, ein Betrugsbeweis. Für den Animisten nicht. Mit 73 Jahren wurde Duguid tatsächlich eines Betrugsversuchs überführt: Man entdeckte vor der Sitzung in seiner Kleidung versteckt die Gemälde, die die Geister erst noch malen sollten. |
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