| Dionysos, auch Bakchos |
| Griechische Gottheit, Sohn des Zeus und der Semele. Als seine Heimat gilt Thrakien. Vegetationsgott, vor allem der Gott des Weins. Als Mänaden, Bakchen oder Thyaden schlossen sich Frauen bei den winterlichen orgiastischen Dionysos-Feiern dem Festzug an. Diese Frauen gerieten, keineswegs weintrunken, in Ekstase und wurden im Tanz von Dionysos besessen. Zeichen der Anwesenheit des Gottes, d. h. der Besessenheit, war die Halluzination, aus der Erde träten Milch, Honig und Wein. Auf dem Höhepunkt der Verzückung rissen die Mänaden Tiere und verzehrten sie roh (Omophagie). Im Delphischen Orakel war Dionysos in späterer Zeit neben Apollo präsent. Die Überlieferungen der Dionysos-Feiern sind alle dichterischer Natur (z. B. in Euripides' Bakchen. Die Dionysos-Feste sind möglicherweise überhaupt der Ursprung des europäischen Dramas), der historische Kern ist deshalb nur zu vermuten. Einzelne Züge (Maske, Zepter und anderes mehr) überlebten im Karneval. |
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