| Demokrit |
| Griechischer Philosoph, von dessen Schriften nur wenige Fragmente erhalten sind. Seine Lehre von den letzten unteilbaren Einheiten (Atome) und seine These, Affekte seien auf mathematisch fassbare Grössen zurückzuführen, wirkten bis in die Gegenwart. Demokrit stellte auch eine naturwissenschaftliche Hypothese für die ASW auf, in der er die Information als physikalisch vermittelt betrachtete. Sein Werk Über Bilder ist verloren, die darin entwickelte Theorie wird aber bei Plutarch (Moralia) referiert: Sachen und Personen senden angeblich ständig materielle Bilder (simulacra) aus, die die Poren der Haut von Schläfern durchdringen und auf diese Weise in deren Träume gelangen. So weit soll ihm Epikur (341-270) gefolgt sein, nicht aber in der Ansicht, dass die Bilder Informationen über die geistige Tätigkeit und den Charakter der sie aussendenden Individuen transportieren. Demokrit versuchte die unterschiedliche Qualität der Übertragung durch äussere (Wetterschwankungen) und innere Faktoren (Intensität der Sendung) zu erklären. Um das Phänomen der Präkognition verständlich zu machen, nahm Demokrit göttliche Bilder an, d. h., er erkannte bereits das Problem der Kausalität. Auch wusste er schon, dass Erregungszustände telepathische Phänomene begünstigen. Sogar den Bösen Blick erklärte Demokrit mit seiner Bildertheorie. |
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