| Cardanus, Hieronymus |
| Italienischer Arzt, Mathematiker und Astrologe, Vertreter einer astrologisch orientierten Metoposkopie, Verfasser einer (mantischen) Traumdeutung und einer die Wahrscheinlichkeitstheorie zum Teil vorwegnehmenden Untersuchung zur Theorie der Glücksspiele. Cardanus hatte selbst mehrere aussergewöhnliche, teilweise paranormale Erlebnisse: Als Kind vermochte er in tiefster Dunkelheit genau zu sehen, später wurde ihm in Träumen, aber auch bei anderen Gelegenheiten (darunter Fingernagel-Visionen) Künftiges offenbar. 1560 zeigte sich bei ihm an der Wurzel des Ringfingers ein blutiges Mal, kurz darauf erhielt er die Nachricht, dass sein Sohn wegen eines Giftmordanschlags auf seine Ehefrau verhaftet worden war und nach Mailand gebracht werden sollte. 5 Wochen lang wuchs dieses Mal, bis es die Fingerspitze erreichte. An diesem Tag wurde sein Sohn enthauptet - und sofort bildete sich das Mal zurück und war nach wenigen Tagen wieder verschwunden. |
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