| Bürospuk |
| Bei der Betrachtung von Poltergeist-Manifestationen fällt auf, dass bestimmte Bereiche menschlicher Tätigkeit der bevorzugte Ort der Spukereignisse werden können, z. B. Pfarrhausspuk, Spuk in der Küche oder Stallspuk. Kulturgeschichtlich jünger ist der Bürospuk: Der 1916 verstorbene Lister Drummond, Rechtsanwalt und nachmaliger Londoner Polizeirichter, berichtet von sonderbaren Ereignissen in einem Büro der Londoner City im Jahr 1901. In einigen Fällen war er selbst Zeuge: Büroutensilien flogen - zum Teil in merkwürdigen Flugbahnen - umher, verschlossene Schränke öffneten sich, Unrat wurde verstreut, Stühle kippten um. Sehr häufig scheinen Penetrationen gewesen zu sein: Der Inhalt verschlossener Schränke fand sich plötzlich ausserhalb derselben. Ein ganzer Schauer von Gegenständen kam von der Decke herab - Steine und Quarzstücke, Kupfermünzen, Nägel und anderes mehr (aus einem Drummond zugeleiteten Bericht). Ein Angestellter schützte sich mit aufgespanntem Regenschirm. Wie in vielen Spukfällen zeigte sich auch bei diesem Bürospuk eine gewisse Entwicklung. Im Laufe der Zeit gelang es, mit dem Etwas, das die Manifestationen verursachte, zu kommunizieren. Der Geist verkehrte durch Klopfen oder mündlich mit den Angestellten. Die Inhalte seiner Botschaften waren oft obszön, verrieten aber auch Wissen, das auf ASW-Informationen beruhen musste. Ein Bürospuk aus neuerer Zeit ist der Fall Rosenheim. |
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