| Blance, Juan |
| Philippinischer Heiler in Manila. Blance sieht angeblich oft das erkrankte Organ seiner Patienten. Paranormal soll er den Leib der Erkrankten öffnen, dann entfernt er überflüssiges Blut und kranke Gewebeteile. Die Wunde heilt schliesslich normal. In anderen Fällen produziert Blance eigenartige Gebilde, vielleicht primitive Materialisationen. Wie bei Agpaoa und anderen Heilern erinnern die Operationen an schamanistische Eingriffe. Aus etwa 20 Zentimeter Distanz öffnet Blance durch eine Handbewegung - meist mit dem Zeigefinger einer anderen zuschauenden Person - angeblich psychokinetisch den Körper des Patienten. Steht dem Heiler zum Zeitpunkt der Operation weniger mediale Kraft zur Verfügung, braucht er den Kontakt seiner Hand mit der zu öffnenden Körperstelle, was begreiflicherweise die Betrugskontrolle erschwert. Meist setzt er dann ein Schröpfglas auf. Blance entfernt oberflächennahe Geschwülste, Lipome (Fettgeschwülste), Ätherome (Breigeschwülste) usw. Umfangreiche Untersuchungen von Motoyama und Hiram Ramos verifizierten die Gewebe als vom Patienten stammend, in anderen Fällen scheint es sich - will man nicht Betrug annehmen - um ektoplastische Gebilde zu handeln, Materialisationen, die in dieser Form nicht im Körper vorkommen und deren Gestalt der unbewussten Formgebung des Heilers (Ideoplastie) entspringt, die ihrerseits auf kulturelle Tradition zurückgeht. |
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