| Bibliomantie, auch Bibliomantik |
| Divinatorische Ausdeutung von Textstellen, die durch ein Zufallsverfahren in Büchern ermittelt werden, z. B. durch blindes Aufschlagen einer Seite und Deuten mit dem Finger oder einem Stäbchen auf einen beliebigen Abschnitt oder ein Wort. Mit Vorliebe wurden im Altertum und Mittelalter hierfür die Bücher des Alten Testaments, sowie astrologische Werke, Orakelsammlungen (sogenannte Losbücher) und angeblich göttlich inspirierte Dichtungen (Sortes Homericae oder Vergilianae) benutzt. Der Gebrauch heiliger Schriften zur Wahrsagerei war allerdings von der Kirche seit der Synode von Vennes (465) verboten und wurde mit Exkommunikation bestraft. |
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