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Parapsychologie
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Bender, Hans

Deutscher Parapsychologe, Professor für Psychologie und Grenzgebiete der Psychologie an der Universität Freiburg i. Br. (bis 1975), Gründer und Leiter des Instituts für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene.

Bender studierte in Freiburg, Paris, Heidelberg und Bonn Psychologie, Philososophie und Romanistik.

Zu seinen Lehrern zählten der französische Psychiater Pierre Janet, der Philosoph und Psychologe Erich Rothacker und der Romanist und Literaturhistoriker Ernst Robert Curtius.

In Psychologie promovierte Bender mit einer Arbeit über psychische Automatismen (1936), in der er sich ausdrücklich zur Existenz der ASW bekannte. Daran schloss sich ein Zweitstudium der Medizin.  In seine parapsychologische Arbeit integrierte Bender wahrnehmungs-, persönlichkeits- und tiefenpsychologische Aspekte.

Den Experimenten mit Sensitiven stellte er Untersuchungen der affektiven Einstellung zur Parapsychologie zur Seite. Im Bereich der Psychohygiene arbeitete er über neurotische Fehlhaltungen in bezug auf parapsychische und angrenzende Phänomene. Seit 1948 zählt auch die Spukforschung zu seinen Arbeitsgebieten.

Im deutschsprachigen Raum ist es Bender dank jahrzehntelanger Bemühungen und Forschungen gelungen, die Parapsychologie aus dem Dunstkreis des Okkulten, zu holen, sie ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken und als akademisches Lehrfach zu etablieren.

Bender betont, dass die Parapsychologie mitarbeitet an einer allgemeinen Anthropologie und dass sie dabei im Rahmen der anerkannten Sozial- und Naturwissenschaften betrieben werden muss:

Die paranormalen Erscheinungen in ihren verschiedenen Formen sprengen den bisherigen Bezugsrahmen unserer wissenschaftlichen Weltauslegung. Sie sind der Schlüssel zu einer erweiterten Ordnung der Natur und der Stellung des Menschen darin.

Die Ordnung der körperlichen Welt, die wir in den vertrauten Anschauungsformen Raum und Zeit erfahren, spiegelt offenbar nur einen Teilaspekt einer übergreifenden Wirklichkeit.

Die Psyche des Menschen scheint die Schaltstelle zwischen diesen beiden Aspekten der Wirklichkeit zu sein.

So wie die Sinnesorgane dem Menschen Informationen aus dem einen Teil vermitteln und er, motorisch reagierend, auf sie antwortet, so wird er der Signale des verborgenen Teils durch die aussersinnliche Erfahrung teilhaftig. Er kann zudem auf eine bisher unverständliche Weise, den motorischen Reaktionen entsprechend, auf die Welt einwirken. Dem sensomotorischen Gestaltkreis der Verschränkung von Sinneseindruck und handelndem Ausgriff - scheint ein paranormaler Gestaltkreis - ASW und PK - zu entsprechen.

Einer künftigen Lehre vom Menschen, einer sowohl naturwissenschaftlichen als philosophischen Anthropologie bleibt es vorbehalten, unser empirisches Wissen vom anderen Teil der Wirklichkeit in seiner ganzen Tragweite einzubeziehen.

Die Ordnung der körperlichen Welt und die andere Ordnung zu einer nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten formulierten Weltauslegung zu integrieren . . ., ist indessen eine noch unabsehbare Aufgabe künftiger Forschung, die alle wissenschaftlichen Disziplinen betrifft.

 

 

 

 

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