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Parapsychologie
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Astralleib

Bezeichnet einen hypothetischen feinstofflichen Körper, der der normalen menschlichen Physis in irgendeiner Weise zugeordnet und das sie Belebende ist.

Der Begriff erklärt sich aus der Vorstellung, dass der Astralleib ein Bindeglied zwischen dem niederen, dem Irdischen zugeordneten Leib, und höheren, den Sternen korrespondierenden menschlichen Bereichen sein soll.

Manche Sensitive können ihn angeblich erkennen, verschiedene Apparate ihn sichtbar machen.

In der Seelenexkursion findet nach Ansicht einiger Autoren eine vorübergehende Trennung von Astralleib und Normalphysis statt.

Nach Paracelsus - und diese Vorstellungen teilt im wesentlichen auch noch Du Prel - ist der Astralleib oder Siderische Leib gemeinhin unsichtbar und untastbar, aber Träger des seelischen Vermögens (einschliesslich der paranormalen Manifestationen) die Grundlage der psychischen Energie.

 

Das Fleisch des Menschen muss also verstanden werden, dass seiner zweierlei Art ist, nämlich das Adam entstammende Fleisch und das Fleisch, das nicht aus Adam ist.

Letzterem weicht jedes Gemäuer, das ist. Dasselbe Fleisch bedarf keiner Türe, keines Loches, sondern es geht durch Mauern und Wand und zerbricht nichts. Es ist ein subtiles Fleisch, das nicht zu binden oder zu fassen ist, denn es ist nicht aus Erde gemacht. (Aus der Philosophia sagax)

 

Dieser siderische Leib vermag zu Lebzeiten aus dem Körper auszutreten und sich in Spiegeln und Kristallen erscheinen zu lassen.

Er ist auch verantwortlich für die paranormalen Geräusche, da allein ein Getön gehört und nichts gesehen wird und er kann sich postmortal zeigen.

 

In der Theorie der Geisterkunde Jung-Stillings wird die Zweiheit Astralleib und physischer Leib durch das Hinzutreten des schlechthin immateriellen Geistes zur Dreiheit erweitert.

Spätere Ausformungen, z. B. in der Anthroposophie, nehmen noch weitere Untergliederungen vor, etwa eine Differenzierung zum Ätherleib (früher und noch bei Du Prel ein Synonym zu Astralleib.).

 

Entsprechungen zum Konzept des Astralleibes finden sich in den Seelenvorstellungen fast aller Religionen und Kulturen.

Lange Zeit glaubte man, in ihnen primitive naturphilosophische Deutungen des Traumgeschehens sehen zu dürfen oder verselbständigte unbewusste Teilpersönlichkeiten.

Die Versuche des vorigen und unseres Jahrhunderts, ob es nicht doch gelänge, einen feinstofflichen Körper nachzuweisen, gereichen der Parapsychologie nicht alle zur Ehre.

Beispielsweise stellte Hector Durvilles in seinem Werk, Der Fluidalkörper des lebenden Menschen. Experimentelle Untersuchungen Über seine Anatomie und Physiologie (1912), die abenteuerliche Behauptung auf:

Verwickeln sich z.B. die Verbindungsschnüre zwischen Mensch und Astralleib von 2 Medien, so laufen die Unglücklichen vor Schmerzen schreiend umeinander herum, um sich zu entwirren ... Dies und ähnliches wird auch noch durch Zeugen belegt!

 

Dennoch werden in jüngster Zeit von der Naturwissenschaft wieder Überlegungen angestellt, ob als rationaler Kern der Astralleib-Vorstellungen nicht doch ein Meta-Organismus angenommen werden könne, was gegebenenfalls eine Revolution der Parapsychologie bedeuten würde.

 

 

 

 

 

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