eso-shopping Partnerprogramm
 
Web sphinx-suche.de
Moviestreaming, filmdownloads etc..  Bücher
Parapsychologie
A  B  C  D  E  F  G  H  IJ  KL  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  XYZ
 

Archetyp

In dieser Bedeutung bei Agrippa, Kepler, Oetinger, der für Urbild auch perennierende Idee sagt (so an die Platonische Ideenlehre erinnernd), und bei anderen abendländischen Denkern (z. B. Plotin, Kant).

Heute ist Archetyp ein zentraler Begriff der Jungschen Tiefenpsychologie.

Jung versteht unter den Archetypen urtümliche Bilder, die bei einer Senkung des Bewusstseinsniveaus, z. B. in Dämmerzuständen oder Träumen, auftreten können.

Der Archetyp tritt aus dem Kollektiven Unbewussten hervor, in dem die frühesten Erfahrungen der Menschheit gespeichert sind, ewig lebendig und wirksam.

Dem Bewusstsein sind die Archetypen in der Erscheinungsform des Symbols zugänglich.

 

Es gibt bekanntlich keine menschliche Erfahrung, und es ist auch gar keine Erfahrung möglich, ohne das Dazutreten einer subjektiven Bereitschaft.

Worin besteht aber die subjektive Bereitschaft?

Sie besteht in letzter Linie in einer angeborenen psychischen Struktur, die es dem Menschen erlaubt, überhaupt eine solche Erfahrung zu machen. So setzt das ganze Wesen des Mannes die Frau voraus, körperlich sowohl wie geistig. Sein System ist a priori auf die Frau eingestellt, ebenso wie es auf eine ganz bestimmte Welt, wo es Wasser, Licht, Luft, Salz, Kohlehydrate usw. gibt, vorbereitet ist.

Die Form der Welt, in die er geboren wird, ist ihm bereits als virtuelles Bild eingeboren.

Und so sind ihm Eltern, Frau, Kinder, Geburt und Tod als virtuelle Bilder, als psychische Bereitschaften eingeboren.

Diese apriorischen Kategorien sind natürlich kollektiver Natur, es sind Bilder von Eltern, Frau und Kindern im allgemeinen und wohl keine individuellen Prädestinationen.

 

Archetypen sind Anordner, sie strukturieren Lebensabschnitte, und sie organisieren, nach der Ansicht einiger Jungianer, auch die Bereiche des Anorganischen.

Man kann sie als Prinzipien, Baupläne, Programme auffassen.

Für Jung jedoch waren sie transzendente Wesenheiten (Götter).

Jung übte selbst und empfahl in der Therapie das Gespräch mit den Archetypen.

 

Man kann etwa einen bestimmten Typus von Schriftsteller dadurch charakterisieren, dass man seine Werke als Gespräch des Autors mit für ihn wichtigen Archetypen (und deren Unterhaltung untereinander) auffasst - z. B. Karl May.

Das gilt aber auch für zahlreiche esoterische Autoren, in deren Werken sich Geister inkorporieren, sich Verstorbene zu Wort melden und alte Meister sich offenbaren.

 

In einem 1919 vor der S. P. R. (Society of Psychical Research) gehaltenen Vortrag Die psychologischen Grundlagen des Geisterglaubens (deutsch 1948) erklärte Jung Geister und okkulte Phänomene als exteriorisierte Wirkungen unbewusster Komplexe, d. h. unbewusste autonome Komplexe, welche projiziert erscheinen.

1947 revidierte Jung, nachdem er die Archetypenlehre ausgebaut hatte, seine damalige Ansicht: Die paranormale Manifestation ist nicht vereinbar mit den Gesetzen von Raum, Zeit und Kausalität.

Ihre Wurzel ist in einer transpsychischen Realität anzunehmen, einem Bereich hinter den traditionellen Gegebenheiten von Physik und Psychologie.

Die Archetypen sind die Vermittler der Manifestation.

Für viele Parapsychologen wird mit diesem Schritt das Selbstverständnis der Parapsychologie, Teilgebiet der Psychologie zu sein, aufgehoben.  

 

 

 

 

Hauptseite

Studienlehrgang über Träume und Traumdeutung

Beste Bücher online einkaufen

Beste Internetadressen   Multimedia   Kunst   Zukunftsdeutung & Astrologie   Esoterik & New Age   Traumdeutung

Magie & Märchen & Mystik   Grenzwissenschaften   Hexenwesen   Dunkles im Netz   Parapsychologie & Okkultismus etc.

         Religion & Spiritualität   Alte Kulturen   UFO`s & Phänomene   Meditation, Licht, Fortleben

Heilmethoden, -therapien, Wellness   Aus-, Weiterbildung & Organisationen

Esoterisch-spirituelle Lexika   Lexikon der Parapsychologie   Lexikon der Esoterik