| Apport |
| Das Herbeischaffen lebender oder toter Objekte ohne erkennbaren Kontakt zu den Gegenständen. Im engeren Sinn: das Bringen in einen geschlossenen Raum, durch die Materie hindurch (Penetration), ohne dass z.B. eine Beschädigung der Wand nachweisbar wäre. Lediglich wird am apportierten Gegenstand manchmal eine gewisse Erwärmung beobachtet. Apport bezeichnet das Bringen, das Wiederverschwinden und den apportierten Gegenstand selbst. Spontane Apporte werden in Spukberichten angeführt, aber auch von spiritistischen Sitzungen und parapsychologischen Experimenten berichtet. Bei Naturvölkern spielen sie unter anderem bei der schamanistischen Heilung eine Rolle. Der französische Arzt G. Billot, Erforscher des animalischen Magnetismus und überzeugt von der Existenz einer Geisterwelt und der Möglichkeit der Kommunikation mit Verstorbenen, berichtet als erster von einem Apport in einer Séance. Während einer Sitzung mit 3 Somnambulen und 1 Blinden tauchte plötzlich eine Pappschachtel auf (1819). In einer Sitzung 1 Jahr später, bei der ebenfalls diese Blinde anwesend war, beobachtete er zum ersten Mal Blumen-Apporte. Billot korrespondierte darüber mit Deleuze, dem ähnliche Berichte vorlagen. Er glaubte, ein Eingreifen von Geistern annehmen zu müssen, Deleuze neigte mehr einer magnetischen Erklärung zu. Um die Jahrhundertwende häuften sich Apporte bei spiritistischen und parapsychologischen Sitzungen. Bozzano (1927) berichtet von einer Séance mit dem ihm befreundeten Medium Peretti im Jahr 1904: Das Medium war in Trance, Bozzano stellte der Kontrolle die Aufgabe, ein Stück Pyrit, das auf seinem Schreibtisch (ca. 2 km entfernt) lag, zu holen. Die Kontrolle wies darauf hin, dass ihre Kraft ziemlich erschöpft sei, versprach aber, ihr möglichstes zu tun. Das charakteristische Auffallgeräusch, das sonst Apporte begleitete - die Sitzungen fanden bei völliger Dunkelheit statt -, blieb diesmal aus. Die Kontrolle erklärte, sie hätte nicht mehr die Kraft zur Rematerialisierung. Man machte Licht: Möbel und Teilnehmer waren mit einer staubförmigen Pyritschicht bedeckt. Zu Hause stellte Bozzano fest, dass etwa zwei Drittel seines Pyritblockes fehlten. Bekannte Apportmedien waren Bailey, d'Espérance, Melzer, Nichol. Ihnen allen gelangen angeblich auch lebende Apporte: Pflanzen oder gar Tiere. Nichol und Silbert zählen zu den wenigen Lichtmedien unter den Apportmedien, d. h. bei ihnen traten die Apporte auch ohne Verdunkelung auf. In einigen Fällen scheinen Apporte mit weiteren Phänomenen (Lichteffekte, psychokinetische Geräusche usw.) gekoppelt. Manchmal konnten bei Medien während des Apportes Gewichtsveränderungen nachgewiesen
werden. Nicht selten lässt sich die Herkunft des apportierten Gegenstandes ermitteln, oder das Objekt ist schon vorher bekannt, manchmal bleibt er unbekannt. Die mögliche Funktion der Entfernung beim Apport ist noch unerforscht. 1941 soll ein schwerer Aschenbecher von Chicago in ein Sitzungszimmer nach New York verbracht worden sein (Eddy 1950). Es liegen Berichte vor, die Apporte von Kontinent zu Kontinent behaupten. Eine ganze Reihe von Medien wurde allerdings des bewussten Betrugs überführt. Besonderes Interesse verdient ein von Janet mitgeteilter Fall: Eine 26jährige Hysterica verriet in Hypnose, dass sie in Trance Apporte vorbereite, indem sie Gegenstände mit Wachs an die Decke oder die Tischunterseite klebe. Wenn das Wachs schmolz, fielen die Objekte zu Boden. Im Wachzustand wusste sie nichts von diesen Manipulationen. Vor allem 2 Erklärungsmöglichkeiten werden für die Apporte diskutiert. Die eine geht von der Annahme eines mehr als dreidimensionalen Raumes aus – Zöllner dachte an einen solchen Transport durch eine Vierte Dimension -, die andere nimmt an, dass die Objekte an einem Ort entstofflicht (dematerialisiert, auf den Feinstoff reduziert) und an einem anderen wieder verstofflicht (rematerialisiert) werden. Das setzt einen uns noch nicht bekannten, von Sudre postulierten Aggregatzustand der Materie voraus. In diesem Zusammenhang sind der mitgeteilte Bericht eines unvollkommenen Apports und die Hinweise auf höhere Temperaturen (z. B. heisse Steine) von Belang. |
Studienlehrgang über Träume und Traumdeutung
Beste Internetadressen Multimedia Kunst Zukunftsdeutung & Astrologie Esoterik & New Age Traumdeutung
Magie & Märchen & Mystik Grenzwissenschaften Hexenwesen Dunkles im Netz Parapsychologie & Okkultismus etc.
Religion & Spiritualität Alte Kulturen UFO`s & Phänomene Meditation, Licht, Fortleben
Heilmethoden, -therapien, Wellness Aus-, Weiterbildung & Organisationen
Esoterisch-spirituelle Lexika Lexikon der Parapsychologie Lexikon der Esoterik