| Antike und Parapsychologie |
| Die Antike kannte parapsychologische Phänomene und interpretierte sie auf dem Hintergrund ihrer allgemeinen Glaubensvorstellungen. Die verbreitete Ansicht, in der Antike hätte es keine Theorie der ASW gegeben, ist falsch: So entwickelte z. B. Demokrit das Konzept einer physikalisch. vermittelten Telepathie. Verschiedene Begriffe für Telepathie, Hellsehen usw. kannte die Antike nicht. Divination (griechisch mantike) schloss all dieses ein oder bezog sich. nur auf die Antizipation der Zukunft. Unterschieden wurde zwischen induktiver (technischer) und intuitiver (natürlicher) Divination. Erstere bezieht sich auf Astrologie, Eingeweideschau, Vogelflug, Loswerfen und ähnliche regelhafte Verfahren. Parapsychologisch interessanter ist die intuitive Divination, d. h. die Offenbarungen des Träumers und des ekstatischen Sehers. In ihm kann ein Bindeglied zwischen dem Medizinmann der Naturvölker und den Sensitiven unserer Tage gesehen werden. Die Unterscheidung der Divination findet sich bei Ciceros De divinatione und geht auf Platons Phaidros zurück. |
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