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Parapsychologie
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Anthroposophie

Bezeichnung für die von Steiner begründete Lebenslehre, einer Weiterentwicklung der Theosophie.

Das Wort geht entweder auf einen Buchtitel des 17. Jahrhunderts (Thomas Vaughan, Antbroposophica magica) zurück oder auf den Schweizer Naturphilosophen Ignaz Troxler, der in seiner Naturlehre des menschlichen Erkennens (1828) eine philososophische Anthropologie entwarf.

Steiner sah in seiner Anthropologie einen Weg, das Geistige im Menschen hinzuführen zum Geistigen im All.

Voraussetzung dafür ist die Kenntnis vom Wesen des Menschen, der Natur und vom Übernatürlich-Übersinnlichen.

Diese Kenntnis kann in einer geistigen Schau erlangt werden, zu der planmässige Meditationen führen.

Die Erkenntnis gipfelt im Schauen der Akasha-Chronik, worin alle Ereignisse der Vergangenheit, Gegenwart und möglicherweise der Zukunft aufgezeichnet sind, so dass sie vom Hellseher darin gelesen werden können.

Der Begriff Hellsehen wird in der Anthropologie, abweichend vom parapsychologischen Sprachgebrauch, für diese besonderen Erkenntnisweisen verwendet.

Zur Pflege des anthroposophischen Geistesgutes wurde 1913 die Anthroposophische Gesellschaft gegründet, ausserdem bestehen die Freie Hochschule für Geisteswissenschaft und das Goetheanum in Dornach (Schweiz) sowie eine Anzahl Schulen, Verlage usw.

Die Anthroposophie greift ältere Vorstellungen des Okkultismus und verschiedener religiöser und philosophischer Systeme auf.

Manche ihrer Lehren werden in der parapsychologischen Diskussion gelegentlich als Modell herangezogen:

 

Steiner setzte statt der psychologischen Zweiheit 4 Glieder der menschlichen Wesenheit:

 

1.    den physischen Leib, der der leblosen Materie entspricht

2.    den Lebens- oder Ätherleib, d. h. der Vitalfaktor, das Belebende im Menschen

3.    den Empfindungs- oder Astralleib, der Träger der Affekte und Triebe ist

4.    das Ich

 

Der physische Leib und der Ätherleib sind dem länglichen Ei des Astralleibs eingebettet.

Der Astralleib, der auch räumlich gedachte Ätherleib und die höheren Seelenorgane, die den Chakras entsprechen, sind dem geistigen Auge wahrnehmbar.

 

Der Mensch ist zur Entwicklung aufgerufen, besitzt er doch 3 weitere Anlagen, um die die 4 genannten Glieder zu ergänzen sind:

 

1.    Geistselbst

2.    Lebensgeist

3.    Geistmensch

 

Den 7 Gliedern entsprechen die Planeten.

Wesentlich für die Anthroposophie sind ästhetische Spekulationen, z. B. zur Farbsymbolik, und eine Zahlenlehre.

 

Antike und Parapsychologie

Die Antike kannte parapsychologische Phänomene und interpretierte sie auf dem Hintergrund ihrer allgemeinen Glaubensvorstellungen.

Die verbreitete Ansicht, in der Antike hätte es keine Theorie der ASW gegeben, ist falsch:

So entwickelte z. B. Demokrit das Konzept einer physikalisch. vermittelten Telepathie.

Verschiedene Begriffe für Telepathie, Hellsehen usw. kannte die Antike nicht.

Divination (griechisch mantike) schloss all dieses ein oder bezog sich. nur auf die Antizipation der Zukunft.

Unterschieden wurde zwischen induktiver (technischer) und intuitiver (natürlicher) Divination. Erstere bezieht sich auf Astrologie, Eingeweideschau, Vogelflug, Loswerfen und ähnliche regelhafte Verfahren.

Parapsychologisch interessanter ist die intuitive Divination, d. h. die Offenbarungen des Träumers und des ekstatischen Sehers.

In ihm kann ein Bindeglied zwischen dem Medizinmann der Naturvölker und den Sensitiven unserer Tage gesehen werden.

Die Unterscheidung der Divination findet sich bei Ciceros De divinatione und geht auf Platons Phaidros zurück.

 

 

 

 

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