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Parapsychologie
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Abwehr

In der Magie

 

1.      (Abwehr schädlicher Einflüsse, böser Geister usw.) eines der Hauptziele der magischen Operationen

2.      in der Psychoanalyse die ich-orientierten, meist unbewussten Operationen, um das innere Gleichgewicht des Individuums zu erhalten. Die Abwehr richtet sich gegen eigene, als bedrohlich oder verboten empfundene Wünsche und Gefühle - die allerdings Reaktionen auf Ausseneinflüsse sein mögen - und ist somit triebfeindlich oder zumindest triebkorrigierend.

In der Tiefenpsychologie unterscheidet man folgende Abwehrmechanismen: Verdrängung, Regression, Reaktionsbildung, Isolierung, Ungeschehenmachen, Projektion, Introjektion, Wendung gegen die eigene Person, Verkehrung ins Gegenteil, Verleugnung, Verschiebung, Phantasie, Identifikation, Rationalisierung, Sublimierung.

Diese Mechanismen können „normal“ oder Teil eines pathologischen Systems sein

3.      in der Parapsychologie lässt sich der Sinn eines paranormalen Ereignisses gelegentlich erfassen als Effekt eines Abwehrmechanismus, dem das Spektrum normalen Verhaltens nicht mehr ausreichte und dessen Anspruch so stark war, dass in einer Art psychischer Explosion das Paranormale in seinen Dienst gestellt wurde.

 

Das Konstrukt der Abwehrmechanismen kann zwar nicht als Erklärung, wohl aber dem Verständnis dienen:

Der Spezialisierung mancher Paragnosten auf die Sexualsphäre ihrer Klienten mag ein projektiver oder auch ein identifikatorischer Mechanismus zugrunde liegen.

Manche Spukphänomene können als Verschiebung gedeutet werden oder auch, wo aggressive Tendenzen nicht ausgelebt, sondern (paranormal) abreagiert werden, als Sublimierung.

Manche Autoren, die die Mutter-Kind-Telepathie zur normalen Kommunikation des Kindes zählen, sehen in der Telepathie überhaupt eine Regression auf die Kleinkindstufe.

 

Es lassen sich aber auch Fälle denken, in denen die paranormale Manifestation nicht im Dienst der Abwehr steht, sondern sie zu unterlaufen versucht. Das gilt vor allem für die Verdrängung.

Das System der Abwehrmechanismen verhindert, dass die Impulse, die aufsteigen und bewusst werden wollen, ins Bewusstsein gelangen. In einer Art Übersprungshandlung aber gelingt es diesen Impulsen, sich ausserhalb des Individuums im psychokinetischen Ereignis zu objektivieren:

Ein Todeswunsch, der ein Porträt zu Fall bringt. Der Wunsch nach der Aufmerksamkeit des unerreichbaren verheirateten Pfarrers, die durch Einschalten von Spuk und Besessenheit doch noch erreicht wird, der uneingestandene Sexualwunsch, der zum telepathischen Traum wird (Incubus).

 

 


 

 

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