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Monster, Dämonen, Gespenster, Geister
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Zwerge

Ein umfassender Begriff, der kleinwüchsige, in Bergen, bzw. unter der Erde lebende Dämonen umfasst. Das Zwergenreich ist wie die vorindustrielle Welt der Menschen organisiert. Die Zwerge üben handwerkliche Berufe wie Schmiede, Bäcker oder Schuster aus. Im Gegensatz zu den Kobolden leben die Zwerge in Familienverbänden und innerhalb einer Gemeinschaft, die einen König hat. Der Ursprung der Zwergensage liegt u.a. im Totenglauben, und so sind auch manche Züge aus der Totenlage auf die Zwerge übertragen worden. Daher knüpfen Zwergensagen oft an frühgeschichtliche Siedlungsstätten, Grabhügel und Totenstätten an. Ähnlich wie auch bei den Sagen von Riesen wirken in der Zwergensage die Vorstellungen von einem fremden Volk nach, das früher die Gegend bewohnt haben soll. Diese Version bringt mit sich, dass die übernatürlichen Motive zurücktreten und Zwerge weniger als Geisterwesen, denn als ungewöhnlich kleine Menschen mit ungewöhnlichen Fähigkeiten gesehen wurden, die eben vor langer Zeit gelebt haben sollen.
Da die Vorstellung von unterirdisch lebenden, dämonischen Wesen nahezu in ganz Mitteleuropa verbreitet ist, haben sich viele verschiedene Bezeichnungen für die Zwerge herausgebildet, so z.B. Querg, Unterirdische, Erdmännlein, Wichtel oder Heinzelmännchen. Von ihrem Aussehen sollen die Zwerge menschenähnlich sein, allerdings werden sie häufig als besonders hässlich, uralt (alt wie der Wald) und unheimlich beschrieben. Fast durchwegs treten sie im männlichen Geschlecht in Erscheinung. Sie tragen Bärte, haben einen übergrossen Kopf, runzlige Gesichtszüge und rote kleine Augen. An ihren Füssen sollen sie nur vier Zehen haben, manchmal auch Gänse-, bzw. Vogelfüsse. Ihre Grösse entspricht der eines zwei bis vierjährigen Kindes. Ihr Verhalten den Menschen gegenüber ist ambivalent. Mitunter sind sie hilfreich und gutmütig, die Volkssagen erzählen aber auch davon, dass sie durch Berührung, Anhauchen oder Blick Krankheiten und Tod verursachen können und Kinder mit Wechselbälgern vertauschen. Ihr Zwergendasein scheint sie etwas mit Komplexen zu erfüllen, denn sie gelten als schnell beleidigt und reagieren auf Kränkungen rachsüchtig. Ihnen geleistete Dienste honorieren sie hingegen meist grosszügig. Zwerge sollen geheime Künste beherrschen und stellen kanstvolle Handwerksarbeiten her.
Neben den mythologischen Zwergen hat man auch Menschen, die auffallend unter der normalen Körpergrösse zurückgeblieben sind, als Zwerge bezeichnet. Diese hat man nochmals in sogenannte Echte Zwerge unterteilt, bei denen ausser der Kleinheit sämtlicher Körperteile keine Abnormitäten vorlagen, und damit von Menschen unterschieden, deren Kleinwüchsigkeit durch kranksheitsbedingte Wachstumsstörungen des Skeletts, wie z.B. Rachitis, bedingt ist und zu unproportioniertem Zwergenwuchs führt, bei dem kleine und normal ausgebildete Körperteile aufeinanderstossen. Beide menschliche Zwergengruppen traten früher auf Jahrmärkten auf.
Im 20. Jahrhundert kam noch eine ganz neue Kategorie von Zwergen hinzu. Zeugenaussagen von Menschen, die über angebliche Begegnungen mit Ausserirdischen erzählten, haben meist auf deren Zwergenwüchsigkeit verwiesen. Auch bei den grünen Männchen sitzt im Regelfall ein übergrosser Kopf auf einem relativ normal proportioniertem, aber zierlich kleinen Körper.

 

 

 

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